• Einstellungen
Dienstag, 17.04.2018

Ein Zeugnis für die Stadtwerke

Der Versorger hat es jetzt schriftlich: Sein Computernetz ist sicher. Daran wurde fast drei Jahre lang gearbeitet.

Zertifiziert: IT-Sicherheitsbeauftragter Thomas Müller (l.) und Stadtwerke-Chef René Röthig.
Zertifiziert: IT-Sicherheitsbeauftragter Thomas Müller (l.) und Stadtwerke-Chef René Röthig.

© Stadtwerke

Riesa. Für einige Tausend Haushalte auf dem Land hatte es erst Sturm Friederike wieder gezeigt: Ohne Strom geht heute so gut wie nichts mehr. Schlimmer noch als tote Steckdosen zu Hause ist es, wenn sogenannte „kritische Infrastrukturen“ lahmgelegt werden: Dann können lebensnotwendige Leistungen nicht mehr erbracht werden, das öffentliche Leben kann zum Erliegen kommen. Auch die Energieanlagen der Stadtwerke Riesa gehören zu den kritischen Infrastrukturen. Dabei wird die komplexe IT-Infrastruktur des Netzbetreibers immer wichtiger.

Sowohl der Gesetzgeber als auch die Bundesnetzagentur fordern deshalb von den Betreibern der Energieversorgungsnetze, dass sie ein sogenanntes Informations-Sicherheits-Managementsystem (ISMS) umsetzen. Dadurch sollen die für einen sicheren Netzbetrieb notwendigen Telekommunikations- und elektronischen Datenverarbeitungssysteme vor Bedrohungen geschützt sein. Gefordert wird das seit August 2015 – und so lange arbeiten die Riesaer Stadtwerke auch schon an dem Thema. Thomas Müller, Mitarbeiter der Netzleitwarte, hat dafür die Aufgabe des IT-Sicherheitsbeauftragten übernommen. „Es wurden über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr alle Prozesse, die der Steuerung unserer Strom- und Gasnetze dienen, geprüft und dokumentiert“, sagt Müller. Das war die Voraussetzung, um sich vom Tüv Hessen zertifizieren lassen zu können.

Mittlerweile war diese Überprüfung erfolgreich, die Stadtwerke haben nun das nötige Zertifikat erhalten. Geschäftsführer René Röthig und alle am Projekt beteiligten Mitarbeiter sind stolz, damit den Riesaer Kunden einen weiteren Baustein für eine sichere Energieversorgung präsentieren zu können. Die Zertifizierung wird künftig regelmäßig wiederholt. (SZ)

Desktopversion des Artikels