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Montag, 23.04.2018 Fußball

Ein Punkt in Richtung Klassenerhalt

Der Radebeuler BC schafft in Reichenbach ein 0:0 und hält den Konkurrenten auf Abstand.

Von Jürgen Schwarz

RBC-Torwart Toni Bunzel (rechts) blieb in Reichenbach ohne Gegentor. Am Samstag geht es gegen Riesa. Auch beim Hinspiel war Bunzel nicht zu überwinden.
RBC-Torwart Toni Bunzel (rechts) blieb in Reichenbach ohne Gegentor. Am Samstag geht es gegen Riesa. Auch beim Hinspiel war Bunzel nicht zu überwinden.

© L. Kollmann

Reichenbach. Ronald Färber, Trainer des Reichenbacher FC, ist sich relativ sicher: „Die Entscheidung, wer absteigt, wird wohl erst am letzten Spieltag fallen.“ Zuvor hatte sich seine Mannschaft im Stadion am Wasserturm vor 140 Zuschauern 0:0 vom Radebeuler BC getrennt. Ein leistungsgerechtes Remis, wenngleich die Gäste vor der Pause deutliche Feld- und Chancenvorteile verzeichneten.

Die Frage zur Anzahl der Absteiger lässt sich relativ einfach beantworten. Ein Team steigt in die NOFV-Oberliga auf, drei Mannschaften in die Landesklasse ab. Sollte aber ein sächsischer Verein aus der Oberliga absteigen (Kamenz ist akut gefährdet), erhöht sich die Zahl auf vier. Der VFC Plauen II steht nach dem Rückzug in der Winterpause als erster Absteiger fest. Dazu würden sich der Tabellen-15., 14. und 13. gesellen. Radebeul rangiert aktuell auf Platz zehn, drei Zähler vor Rapid Chemnitz (13.). So gesehen ist jeder erkämpfte Punkt für den RBC eminent wichtig – vor allem auswärts.

Vor der Pause schlugen die Radebeuler nicht nur technisch die feinere Klinge, sondern sie verzeichneten auch wesentlich mehr Ballkontakte. „Was fehlte, war ein Tor. Wir belohnen uns einfach zu selten“, ärgerte sich RBC-Coach Matthias Müller. Er dachte dabei sicher an den Schuss von Philip Heineccius, der knapp am Pfosten vorbeischoss (34.) und den Versuch von Florian Müller, der am linken Pfosten endete (41.).

Nach dem Wechsel begannen die Gastgeber recht forsch. Paolo Süß traf per Kopf die Querlatte (49.) und verfehlte neun Minuten später das Radebeuler Gehäuse nur hauchdünn. Die vielen Eckbälle bereiteten RBC-Torwart Toni Bunzel dagegen weniger Probleme. In der Schlussphase kamen auch die Müller-Kicker wieder zu lukrativen Tormöglichkeiten. Der eingewechselte Franz Kunze scheiterte in der 83. Minute am glänzend reagierenden RFC-Schlussmann Patrick Hettwer. Und in der Nachspielzeit war es erneut Müller, von Lauterbach gut in Szene gesetzt, der das „Goldene“ auf dem Spann hatte – aber überhastet und damit leider erfolglos abzog.

Am kommenden Samstag erwarten die Radebeuler im heimischen Weinbergstadion die BSG Stahl Riesa (8.), die vier Punkte mehr auf dem Konto hat. Das Hinspiel ging mit 1:0 an die Müller-Schützlinge.