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Dienstag, 21.03.2017

Ein Neubau nach dem anderen

Die Freitaler Wohnungsgenossenschaft Gewo investiert dieses Jahr Millionen Euro in neue Wohnungen. Bestandsmieter können sich ebenso freuen.

Von Carina Brestrich

An der Dölzschener Straße/Freitaler Straße baut die Gewo derzeit drei neue Häuser. Und auch das nächste Projekt ist schon in Vorbereitung.
An der Dölzschener Straße/Freitaler Straße baut die Gewo derzeit drei neue Häuser. Und auch das nächste Projekt ist schon in Vorbereitung.

© Andreas Weihs

Freital. Es ist die Qual der Wahl: Modern, schön und möglichst zeitlos sollen sie sein – die Fliesen für die Bäder in den neuen Wohnungen der Freitaler Wohnungsgenossenschaft Gewo in Pesterwitz. „Heutzutage gibt es so eine große Auswahl“, sagt Vorstand Robert Vetter. Da als Bauherr eine Entscheidung zu treffen, sei nicht leicht. Aber es muss sein. Denn ab April sollen die 21 Wohnungen in den drei Mehrfamilienhäusern an der Ecke Dölzschener Straße/Freitaler Straße in die Vermietung gehen.

„Mit den neuen Wohnungen wollen wir unseren Bestand optimieren“, sagt Friederike Ebert, die ebenfalls zum Vorstand gehört. Die Genossenschaft habe viermal so viele Interessenten wie Wohnungen in den drei neuen Gebäuden. Die Appartements sind unter anderem mit Fußbodenheizung, Badewanne und Dusche, Designbodenbelag und Balkon oder Terrasse ausgestattet. Insgesamt 4,3 Millionen Euro investiert die Gewo in Pesterwitz. „Die Mieten sollen unter neun Euro bleiben“, sagt Friederike Ebert. „Es sollen bezahlbare, familiengerechte Wohnungen sein.“

Singles, junge Familien – diese Zielgruppen will die Genossenschaft als Mieter genauso ansprechen wie ältere Generationen. Derzeit liegt das Durchschnittsalter der Mitglieder bei 62 Jahren und damit relativ weit oben. „Viele wohnen schon von Anfang an bei uns“, sagt Friederike Ebert. Allerdings habe deshalb auch der Weggang zugenommen. Mit steigendem Alter müssen viele Mieter ins Altenheim umziehen. Deshalb habe der Leerstand leicht zugenommen. Derzeit liegt er bei 1,9 Prozent und damit 0,4 Prozent höher als 2015.

Insgesamt 2 386 Wohnungen in Wilsdruff, Bannewitz und Rabenau gehören aktuell zur Genossenschaft. In deren Erhalt sind im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Euro geflossen. Dieses Jahr will die Gewo 3,4 Millionen Euro in ihren Bestand investieren. Davon sollen an der Dresdner Straße 25 neue Stellplätze angelegt und die Außenanlage umgestaltet werden. In Zauckerode werden die Leitungen weiter saniert, für 105 Haushalte ist damit der Gasdurchlauferhitzer Geschichte. Die Wohnungen werden im Zuge der Arbeiten an die zentrale Warmwasserbereitung angeschlossen.

Bei ihren Investitionen kommt die Genossenschaft seit Jahren ohne Kredite aus. „Wir haben auch keine Kreditverbindlichkeiten mehr“, sagt Friederike Ebert. Die Gewo ist somit eine Ausnahme. Der Verband der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften, in dem auch die Gewo Mitglied ist, zählte Ende 2015 unter ihren 214 Mitgliedern insgesamt zehn Wohnungsgenossenschaften in Sachsen ohne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. „Wir haben Anfang der 1990er-Jahre vorsichtig investiert“, erklärt Friederike Ebert. Anders als andere Vermieter, habe die Gewo Stück für Stück saniert, immer wenn Geld da war. Auch das ist einer der Gründe, warum die Genossenschaft ihren Mitgliedern jedes Jahr einen Teil ihrer im Vorjahr gezahlten Miete zurücküberweisen kann. Dieses Jahr wird sie insgesamt 279 000 Euro an die Mitglieder rückvergüten.

In den nächsten Jahren will die Gewo die Zahl ihrer Wohnungen weiter erhöhen. Im Spätherbst soll Spatenstich für drei Mehrfamilienhäuser an der Gustav-Klimpel-Straße/Wurgwitzer Straße sein. Für rund 7,4 Millionen Euro entstehen dort bis 2019 rund 45 Wohneinheiten. Erstmals sind dabei auch Fahrstühle vorgesehen.

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