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Donnerstag, 28.12.2017

Ein Blick in die Einkaufstüten

Ob Umtauschen oder Weihnachtsgeld ausgeben: Den ersten Tag nach den Feiertagen haben viele zum Bummel genutzt.

Von Britta Veltzke

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Torsten und Timea Naumann aus Riesa: Ich habe mein Weihnachtsgeld gleich genutzt, um etwas Nützliches zu kaufen: einen Router bei Mediamarkt. Wegen einer Netzumstellung der Telekom brauchen wir zu Hause einen Neuen“, erklärt Torsten Naumann. Mit ihm in der Stadt unterwegs ist am Mittwoch seine Tochter Timea – allerdings nicht zu Fuß. Sie gleitet auf einem sogenannten Hoverboard oder E-Board über den Boulevard. Das selbstfahrende Rollbrett gab es von den Eltern und Großeltern schon zu Weihnachten. Nun wird es ausgiebig getestet.
Torsten und Timea Naumann aus Riesa: Ich habe mein Weihnachtsgeld gleich genutzt, um etwas Nützliches zu kaufen: einen Router bei Mediamarkt. Wegen einer Netzumstellung der Telekom brauchen wir zu Hause einen Neuen“, erklärt Torsten Naumann. Mit ihm in der Stadt unterwegs ist am Mittwoch seine Tochter Timea – allerdings nicht zu Fuß. Sie gleitet auf einem sogenannten Hoverboard oder E-Board über den Boulevard. Das selbstfahrende Rollbrett gab es von den Eltern und Großeltern schon zu Weihnachten. Nun wird es ausgiebig getestet.

© Sebastian Schultz

Sarah Sophie Patzelt aus Gröditz: Ich habe mein Weihnachtsgeld hauptsächlich in Nintendo-Spiele umgesetzt“, sagt Sarah Sophie Patzelt und zieht ein Super-Mario-Spiel aus ihrer Plastiktüte. Doch das ist nicht alles, was sich darin verbirgt. Auch Make-up und ein neues Parfüm hat sich die 16-Jährige von ihren Weihnachtseuros geleistet. „Weihnachten hat sich schon gelohnt“, erklärt die Schülerin schmunzelnd. Zu Hause sollen die neuen Spiele für die Spielkonsole gleich ausprobiert werden. Gut, dass die Schule erst am Mittwoch, 3. Januar, wieder beginnt.
Sarah Sophie Patzelt aus Gröditz: Ich habe mein Weihnachtsgeld hauptsächlich in Nintendo-Spiele umgesetzt“, sagt Sarah Sophie Patzelt und zieht ein Super-Mario-Spiel aus ihrer Plastiktüte. Doch das ist nicht alles, was sich darin verbirgt. Auch Make-up und ein neues Parfüm hat sich die 16-Jährige von ihren Weihnachtseuros geleistet. „Weihnachten hat sich schon gelohnt“, erklärt die Schülerin schmunzelnd. Zu Hause sollen die neuen Spiele für die Spielkonsole gleich ausprobiert werden. Gut, dass die Schule erst am Mittwoch, 3. Januar, wieder beginnt.

© Sebastian Schultz

Helga und Hans-Jürgen Linke aus Roda: Wir haben nichts umgetauscht und auch kein Weihnachtsgeld ausgegeben. Wir schenken uns nichts mehr. Nur die Enkel bekommen noch etwas“, erklärt Hans-Jürgen Linke. Den „Oma-und-Opa“-Kalender haben sich er und seine Frau Helga daher nun selbst gekauft. Schließlich hat man auch als Rentner eine Menge zu tun. Die Linkes helfen ab und zu noch im Dorfkrug Roda aus, den sie früher selbst geführt haben. Zudem sitzt Hans-Jürgen Linke im Gemeinderat Nünchritz – von den Hobbys ganz zu schweigen.
Helga und Hans-Jürgen Linke aus Roda: Wir haben nichts umgetauscht und auch kein Weihnachtsgeld ausgegeben. Wir schenken uns nichts mehr. Nur die Enkel bekommen noch etwas“, erklärt Hans-Jürgen Linke. Den „Oma-und-Opa“-Kalender haben sich er und seine Frau Helga daher nun selbst gekauft. Schließlich hat man auch als Rentner eine Menge zu tun. Die Linkes helfen ab und zu noch im Dorfkrug Roda aus, den sie früher selbst geführt haben. Zudem sitzt Hans-Jürgen Linke im Gemeinderat Nünchritz – von den Hobbys ganz zu schweigen.

© Sebastian Schultz

Riesa. Obwohl der Weihnachtsbraten dem ein oder anderen noch schwer im Magen liegt, haben viele Riesaer den ersten Tag nach den Feiertagen für einen Bummel auf der Hauptstraße genutzt. In den beiden Buchläden in der Innenstadt herrschte reger Betrieb, ebenso bei C&A, Mediamarkt oder Schneider-Moden in der Elbgalerie – immerhin lagen auch Geld und Gutscheine unter den Weihnachtsbäumen.

Dem Eindruck vieler Händler nach war der Mittwoch umsatzstärker als der 23. Dezember. Der Tag vor der großen Bescherung war in diesem Jahr bekanntlich auf einen Samstag gefallen. Die Kunden, die „auf dem letzten Drücker“ unterwegs waren, hielten sich laut Elbgalerie-Chef Andree Schittko diesmal in Grenzen. „Am 23. Dezember waren so viele Leute unterwegs wie an einem ganz gewöhnlichen Sonnabend. Dafür war an dem Donnerstag vor Weihnachten sehr viel Betrieb in der Elbgalerie.“ Das hatte sogar zu einem regelrechten Verkehrschaos um das innerstädtische Einkaufszentrum herum sowie im Parkhaus geführt. „Wir mussten spontan Verkehrspolizei spielen“, so Schittko.

Bei Intersport-Donat kamen am Mittwoch vor allem Ski-Sachen auf die Ladentheke. „Skihelme, Zubehör, so was. Viele jüngere Kunden haben sich von ihrem Weihnachtsgeld neue Sportschuhe gekauft“, erzählt Chefin Sylvia Donat. „Umtausche haben sich in Grenzen gehalten.“ Mit dem Nach-Weihnachtsgeschäft war sie ebenso zufrieden wie dem Vor-Weihnachtsgeschäft. „Konstant gut“, so ihr Urteil. Auch die Entscheidung, sich am letzten verkaufsoffenen Sonntag zu beteiligen, hat sie nicht bereut. „Wir haben Glühwein angeboten. Es sind viele Stammkunden gekommen. Und die, die erst vor Ort festgestellt haben, dass die Elbgalerie geschlossen hat.“ Dass sich der Kundenmagnet der Innenstadt nicht an den verkaufsoffenen Sonntagen beteiligt, sorgt nicht nur in dem Sporthaus für Unmut.

Gut zu tun hatte am Tag nach den Feiertagen auch André Eigebrecht. Der neue Chef des Riesaer Werbegemeinschaft Innenstadt, WIR e.V., hat am Mittwoch Kunden in seinem TV- und HiFi-Laden empfangen. „Viele Leute haben zwischen Weihnachten und Silvester ja Urlaub. Die nutzen dann die Zeit, um sich einfach mal in Ruhe beraten zu lassen.“ Dafür hatte er am Sonnabend vor Heiligabend kaum etwas zu tun. „Wer bei mir etwas für Weihnachten kauft, ist in der Regel früher dran.“

Eine ähnliche Erfahrung hat Annett Margenberg vom gleichnamigen Modehaus auf der Hauptstraße gemacht. Umsatzstark seien in dem Familienbetrieb vor allem der Donnerstag und Freitag vor Weihnachten gewesen. Am Sonnabend war der Trubel dann vorbei. „Da hatten die Leute offenbar alles zusammen“, so die Händlerin. Dabei hatte der Laden am Tag vor dem Heiligen Abend wie andere Händler in der Stadt sogar länger geöffnet als sonst. Richtig gelohnt hat sich das nicht. „Wir haben unsere Stammkunden zwar extra angeschrieben. Aber offenbar hatte sich das doch nicht richtig rumgesprochen.“ Auch am Mittwoch nach Weihnachten ging es bei Margenbergs eher „verhalten“ zu. „Aber das haben wir erwartet.“

Dafür waren die Schlangen in den Supermärkten so lang, als habe es tagelang nichts zu Essen gegeben. Aber das nächste Fest steht ja schon kurz bevor.

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