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Dienstag, 02.01.2018

Ehemalige Patientin zeigt ihre Bilder

Die Klinik setzt die Reihe Kunst im Krankenhaus fort. Nicht nur Patienten können in die Bilderwelten eintauchen.

Von Anja Weber

Die Hobbymalerin Monika Steinkopf eröffnete jetzt ihre erste Ausstellung in der Klinik in Sebnitz.
Die Hobbymalerin Monika Steinkopf eröffnete jetzt ihre erste Ausstellung in der Klinik in Sebnitz.

© Dirk Zschiedrich

Sebnitz. Kunst im Krankenhaus kann heilsam sein, zumindest ist sie etwas für die Seele. Und das sind die Bilder von Monika Steinkopf auf jeden Fall. Als ehemalige Patientin der Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz kehrte sie jetzt mit ihren Bildern dorthin zurück.

Den Blick schweifen lassen, auf zahlreichen Reisen inspirierende Landschaften und Blumenmotive einfangen und damit Freude in die Herzen der Menschen zaubern, das ist das Credo der Hobbykünstlerin. Das Malen gehört inzwischen selbst zu ihrem persönlichen Glück dazu. Eine schwere persönliche Krise gab für Monika Steinkopf den Anlass, sich intensiver mit der Malerei zu beschäftigen.

Die ausgebildete Krankenschwester wurde vor fast acht Jahren selbst Patient, gefesselt an einen Rollstuhl. In zwölf Monaten folgten mehrere Operationen aufeinander. Erst musste ein Kniegelenk durch ein Implantat ersetzt werden. Die Rehaphase war noch nicht abgeschlossen, da kam das nächste Unglück – ein mehrfacher Bruch im Mittelfußgelenk. Danach riss noch die Achillessehne.

Wieder zu Hause musste, sie sich neu einrichten, funktionierte das Speisezimmer in ein Krankenzimmer um. Sie hatte plötzlich viel Zeit. Sie besann sich auf ein früheres Hobby, die Malerei. Blütenreiche Pflanzen, die Blumenarrangements ihres Krankenzimmers wurden die ersten Modelle. Mithilfe von Büchern zu Maltechnik und Gestaltung arbeitete sie an ihren eigenen Fähigkeiten. Neben Blüten und Pflanzen hat Monika Steinkopf bald landschaftliche Motive in die Arbeit einbezogen. Interessante Blicke aus der heimatlichen Umgebung, aber auch in den Urlauben nutzte sie als Anregung für den Malprozess. Ihre Bilder sind ein Zwiegespräch mit der Natur.

Dabei soll die leuchtende Freudigkeit der Farben wirken, die mit dem Pinsel locker auf dem Karton festgehalten wird. Mit wenigen, meist sehr knappen Bleistiftstrichen wird die Gesamtkonzeption aufgerissen. Auf akribische Details verzichtet die Künstlerin, setzt stattdessen auf einen lockeren, flächigen Farbauftrag. Es geht ihr darum, das Typische zu zeigen. Manchmal entstehen so mehrere Variationen des gleichen Motivs.

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