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Samstag, 13.01.2018

Dynamo tankt weiter Selbstvertrauen

Vor dem Rückflug in die Heimat gewinnen die Dresdner den dritten Test im Spanien-Trainingslager gegen den niederländischen Erstligisten FC Groningen mit 3:1 (1:0).

Von Sven Geisler, La Linea

Am Fuße des Affenfelsens von Gibraltar machte Rico Benatelli mit dem zweiten Treffer für Dynamo eine Viertelstunde vor Schluss bereits alles klar.
Am Fuße des Affenfelsens von Gibraltar machte Rico Benatelli mit dem zweiten Treffer für Dynamo eine Viertelstunde vor Schluss bereits alles klar.

© Lutz Hentschel

So hatte sich das Uwe Neuhaus vorgestellt, auch wenn sich Dynamos Trainer über das späte Gegentor ärgert. Er hatte sich vorher einen 3:1-Sieg zum perfekten Abschluss des Trainingslagers in Spanien gewünscht - und die Mannschaft genau dieses Ergebnis geliefert. Die Dresdner gewannen gegen den FC Groningen, Tabellendreizehnter in der niederländischen „Eredivisie“, das letztlich verdient. Im Estadio Municipal in La Linea de la Concepción direkt am Mittelmeer und am Fuße des Affenfelsens von Gibraltar erzielte Florian Ballas nach einem Freistoß von Niklas Kreuzer per Kopf das 1:0 in der 41. Minute, Rico Benatelli machte mit dem zweiten Treffer eine Viertelstunde vor Schluss bereits alles klar. Sascha Horvath erhöhte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze sogar noch auf 3:0 (79.). In der Nachspielzeit bestrafte Uriel Antuna eine Nachlässigkeit in der Defensive.

In der Partie gegen den Jugendverein von Bayern-Star Arjen Robben fehlten etwas die Frische und Spritzigkeit, aber anderthalb Wochen vor dem Start in die Restrückrunde am 25. Januar im DDV-Stadion gegen den FC St. Pauli haben die Schwarz-Gelben weiter Selbstvertrauen getankt. Zu seinem dritten Einsatz kam dabei Torwart Markus Schubert. Marvin Schwäbe ist derweil in Marbella geblieben eine Vorsichtsmaßnahme, wie der Verein erklärte. Das gereizte Knie soll geschont werden. Er trainierte wie Pascal Testroet individuell mit Physiotherapeut Tobias Lange im Hotel „Guadalmina“.

Allzu viel lief trotz des läuferischen Aufwands bei den Schwarz-Gelben offensiv zunächst nicht zusammen. Und defensiv brachten sie sich durch einige riskante Rückpässe selbst in Schwierigkeiten. Das Zuspiel von Ballas konnte Schubert gerade noch mit dem Fuß abwehren (14.). Die Niederländer hatten zudem Konterchancen durch Ritsu Doan (6.), den Marco Hartmann gerade noch so beim Abschluss stören konnte, und Lars Veldwijk , drei freistehend vorbei schoss (22.). Als Django Warmerdam bis auf die Grundlinie durchkam, konnte Kreuzer seine Eingabe zur Ecke klären (30.). Das Tor für Dynamo fiel folgerichtig nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einem Standard. Erst nach der Führung klappte auch eine Kombination, aber Patrick Möschl traf nur das Außennetz (44.). Das Zuspiel von Peniel Mlapa war die einzige gelungene Aktion des Togoers.

Zur Pause wechselte Neuhaus diesmal auch den Torwart. Patrick Wiegers kam wie Justin Löwe im defensiven Mittelfeld zu seinem ersten Testspieleinsatz. Auch Junior Vasil Kusej durfte noch eine Viertelstunde mitwirken. Eigentlich hätte der Dynamo-Coach seine zwei Teams sogar gerne je 60 Minuten getestet, aber Groningen lehnte das ab. Wiegers musste gleich abtauchen, lenkte den Schuss von Veldwijk um den Pfosten (52.). Ein Lupfer des Stürmers, der Dynamos Innenverteidiger vor Probleme stellte, ging über ihn - und übers Tor (59.). Genau wie Horvath auf der anderen Seite (67.). Dynamo bestimmte jetzt die Partie, aber Groningens Torwart Sergio Padt verhinderte mit einer Parade zunächst das 2:0 durch Paul Seguin (70.). Doch gegen den Schuss von Benatelli war auch er machtlos, Horvath bereitete den zweiten Treffer mit einem Rückpass von der Grundlinie perfekt vor (75.) und erzielte den dritten selbst.

Jetzt heißt es, die Koffer zu packen. Am Sonntagvormittag, 10.35 Uhr, geht der Rückflug von Malaga zunächst nach Berlin, mit dem Bus fahren sie dann nach Dresden. Am Montag ist trainingsfrei, bevor es am Dienstag mit zwei Einheiten weitergeht..

Dynamo, 1. Hälfte: Schubert - Kreuzer, J. Müller, Ballas, F. Müller - Hartmann - Berko, Lambertz, Aosman, Möschl - Mlapa.

2. Hälfte: Wiegers - Seguin, Konrad, Franke, Heise - Löwe (76. Kusej) - Horvath, Benatelli, Hauptmann, Duljevic - Röser.

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