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Freitag, 10.03.2017

Dynamo mit Erfolgself von Aue

Die Dresdner wollen mit einem Sieg in Würzburg die Spitzenteams der zweiten Liga noch ein bisschen kitzeln. Trainer Uwe Neuhaus setzt dafür auf die gleiche Startelf wie beim Derbysieg.

Von Sven Geisler, Würzburg

Die Mannschaftsaufstellung von Dynamo.
Die Mannschaftsaufstellung von Dynamo.

© Sven Geisler

Das ist einigermaßen überraschend: Uwe Neuhaus setzt für die Partie von Dynamo Dresden bei den Würzburger Kickers am Sonnabend ab 13 Uhr auf die gleiche Anfangsformation wie beim 4:1-Erfolg vor zwei Wochen in Aue. Wie beim Derbysieg wird also Niklas Kreuzer rechts verteidigen und ihm Aias Aosman als „verkappter“ Rechtsaußen den Weg nach vorn frei halten. Während Marco Hartmann nach seiner Gelbsperre bei den Schwarz-Gelben zurück im Team ist, bleibt Florian Ballas zunächst draußen. Der 1,96 Meter große Innenverteidiger ist nach einer Schulterverletzung wieder fit, aber Neuhaus hatte sich seinen Einsatz offen gelassen - und sich letztlich dagegen entschieden.

Das Wiedersehen der Aufsteiger wird eine heiße Kiste, was nicht nur auf die Sonne bezogen gilt, die in Mainfranken schon ein bisschen frühlingshafter scheint. Es ist ein Duell mit gegensätzlichen Vorzeichen: Während die Gastgeber in diesem Jahr keines ihrer sechs Spiele gewinnen konnten, haderten die Schwarz-Gelben zuletzt trotz guter Ergebnisse. „Wir haben angesprochen, was in Aue nicht gut war und was zu Hause gegen Kaiserslautern gefehlt hat“, sagt Torjäger Stefan Kutschke. „Für uns ist es entscheidend, dass wir 90 Minuten unser Spiel durchsetzen und kühlen Kopf bewahren.“ Auch gegen eine „unangenehme Mannschaft“. Man kenne schließlich die Art und Weise wie Kickers-Coach Bernd Hollerbach spielen lasse: hart, aber fair. Schon zu seiner Zeit als war er „sicher mindestens genauso unbequem wie seine heutige Mannschaft“, meint Dynamos Trainer Uwe Neuhaus. Grundsätzlich überlege er schon, auch personell auf die Spielweise des Gegners zu reagieren. „Wenn man den Gegner analysiert, muss man auch beachten, dass man den Stärken genug entgegenzusetzen hat. Ich denke aber, dass wir eine ganz gesunde Mischung haben, um allen Spielweisen entgegentreten zu können.“ Dabei setzt er sein Vertrauen in die Elf, die in Aue eine Halbzeit lang großartig aufgespielt hatte.

Neuhaus´ Prognose ist kaum gewagt: „Das werden 90 intensive Minuten.“ Dass seine Mannschaft angesichts der Tabellensituation die Aufgabe eher freudbetont angehen kann, lässt er so nicht gelten. „Wir wollen aber nicht nur Spaß und Freude haben, sondern Punkte mit nach Hause nehmen. das bleibt trotzdem unser vorrangiges Ziel.“ Und genauso sieht es Kutschke. Saison gelaufen? Von wegen! „Dann fahren wir jetzt in den Urlaub, oder was? Das wäre ja Wahnsinn. Dieses Privileg, Fußballer zu sein, sollte man ausleben wollen“, meint der Stürmer, der sogar noch einen Blick nach oben riskiert. Schließlich passiere in der zweiten Liga „viel Wildes“. Deshalb habe der Trainer gesagt: „Wir wollen die Mannschaften dort oben noch ein bisschen kitzeln und zeigen: Wir als Aufsteiger sind auch da, auch wenn das keiner erwartet hat.“ Wenn sie die minimale Chance wahren wollen, müssten die Dresdner aber in der Würzburger Sonne gewinnen.

Dynamo spielt mit: Schwäbe - Kreuzer, Modica, Ja. Müller, Heise - Hartmann - Stefaniak, Lambertz, Hauptmann, Aosman - Kutschke

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