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Donnerstag, 07.09.2017

Dynamo gegen den Tabellenletzten gefordert

Mit Niklas Hauptmann und zwei neuen Optionen gehen die Schwarz-Gelben optimistisch in das Heimspiel gegen Greuther Fürth. Allerdings fehlen auch einige Spieler.

Von Sven Geisler

Am Freitag wieder vor heimischer Kulisse: Dynamo Dresden erwartet Greuther Fürth
Am Freitag wieder vor heimischer Kulisse: Dynamo Dresden erwartet Greuther Fürth

© Robert Michael

Dresden. So hatte sich das Uwe Neuhaus nicht vorgestellt. Als Dynamos Trainer nach der Niederlage in Bochum ankündigte, die nächsten Übungseinheiten würden lustig, war das ironisch gemeint. Deshalb empfindet er es als „blanke Provokation“, dass trotzdem „alle ein Lächeln auf den Lippen“ hatten, als er sie mit Läufen quälte. „Ich weiß nicht, ob sie mich ärgern wollten“, meint Neuhaus im Scherz. Wenn man von seiner Lockerheit bei der Pressekonferenz am Donnerstagmittag auf die Stimmung in der Mannschaft schließen darf, dürfte sie am Freitagabend, 18.30 Uhr, im DDV-Stadion gegen die SpVgg Greuther Fürth mit großer Spielfreude auftreten.

Für beide Teams ist es so etwas wie ein Neustart in die Saison nach der Länderspielpause, wobei die Gäste aus Franken noch schlechter dastehen. Während Dynamo nach je einem Sieg und Unentschieden zweimal verloren hat, haben die Fürther noch keinen Punkt geholt. Als Mitfavorit auf den Aufstieg gehandelt, sind sie nach vier Spielen Tabellenletzter. Trainer Janos Radoki wurde gefeuert, auch weil sich die Mannschaft gegen ihn positioniert haben soll. Auch das erwähnt Neuhaus in seinem Ausblick, und er sieht es keinesfalls als einen Vorteil. „Die Mannschaft steht extrem unter Druck und wird mit aller Macht versuchen, das Ruder rumzureißen“, sagt er.

Einen neuen Chefcoach hat Fürth noch nicht verpflichtet, Medienberichten zufolge soll Bernd Hollerbach - zuletzt bei den Würzburger Kickers - der heißeste Anwärter sein. In Dresden betreut der bisherige Assistent Mirko Dickhaut das Team, und er kann mit Levent Aycicek und Julian Green auf zwei weitere Neuzugänge bauen. Auch Dynamo hat in der Transferschlussphase noch zweimal nachgelegt. Paul Seguin, der vom VfL Wolfsburg ausgeliehen wurde, ist seit zwei Wochen da, Stürmer Peniel Mlapa dagegen absolvierte erst am Donnerstagvormittag sein erstes Training mit den neuen Kollegen. Der Stürmer, der vom VfL Bochum kommt, war mit der Nationalmannschaft Togos unterwegs.

Dementsprechend zurückhaltend gibt sich Neuhaus bei der Frage nach den Einsatzchancen für den 26-Jährigen. Es gebe noch einiges abzuklopfen. Es ist aber wahrscheinlich, dass Mlapa mindestens als Alternative auf der Bank sitzt. Seguin könnte sogar eine Option für die Startelf sein, wenngleich nicht auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld, es sei denn, Neuhaus stellt auf zwei „Sechser“ um. Das ist zwar nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich, denn grundsätzlich will er taktisch nichts verändern. Dafür hat sich der Trainer das Okay der Spieler geholt. „. Ich könnte mein Ding durchziehen, aber ich brauche Rückmeldungen. Der Glaube und das Vertrauen in eine Spielweise muss in der Mannschaft vorhanden sein.“ Das ist offenbar der Fall.

Bleiben die personellen Probleme. Außer Pascal Testroet nach Kreuzbandriss fehlen Sören Gonther, bei dem der Heilungsprozess nach einer Bänderdehnung im Knie länger als erwartet dauert, Erich Berko wegen einer Schulterprellung sowie Justin Löwe (Sprunggelenk). Der Einsatz von Manuel Konrad, der sich einen Nerv im Rücken eingeklemmt hatte, sowie des verschnupften Patrick Möschl ist zumindest fraglich. Zudem war nicht klar, welche Blessuren sich Fabian Müller und Patrick Wiegers, der mit Stürmer Eero Markkanen zusammengekracht ist, im abschließenden Training zugezogen haben. Dagegen gehört Niklas Hauptmann erstmals in dieser Saison zum Aufgebot. „Er wird definitiv im Kader sein“, kündigte Neuhaus an.

Seine Vorgabe ist sowieso klar: „Wir müssen uns auf unsere Aufgaben konzentrieren, und wenn wir die gut erledigen, können wir gegen Fürth auch als Sieger vom Platz gehen.“

Dynamo spielt voraussichtlich mit: Schwäbe - Kreuzer, Ballas, J. Müller, Heise - Hartmann - Seguin, Hauptmann, Benatelli, Duljevic - Röser.

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