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Sonntag, 19.03.2017

Dynamo beendet negative Heimserie

Fünf Spiele waren die Dresdner im DDV-Stadion sieglos geblieben. Doch dank Erich Berko und Philip Heise gelang gegen den SV Sandhausen ein 2:0-Erfolg.

Erich Berko (li.) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Florian Ballas.
Erich Berko (li.) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Florian Ballas.

© Robert Michael

„Wie lange würden sie denn vorschlagen?“ hatte Uwe Neuhaus vor dem Spiel gegen Sandhausen gefragt. Der Dynamo-Trainer reagierte damit auf die Frage, ob er seine Mannschaft angesichts von neun Toren der Nord-Badener in der Anfangsviertelstunde - davon zwei gegen die Dresdner in der Hinrunde - etwas abwartender in die Partie schicken würde. Am Sonntag wurden etwa 25 Minuten daraus.

Bilder vom Spiel gegen Sandhausen

Zwar hatten die Schwarz-Gelben - bei denen in der Startformation Marvin Stefaniak überraschend fehlte - von Beginn an mehr Spielanteile, wirkliche Torchancen ergaben sich aber nicht. Die erste hatten dann auch die ganz in weiß spielenden Gäste. In der 26. Minute lief Korbinian Vollmann allein auf Marvin Schwäbe zu, doch der Dynamo-Torwart blieb lange stehen und parierte schließlich mit dem Fuß diese hundertprozentige Gelegenheit.

Für die Gastgeber schien das so etwas wie ein Hallo-wach-Moment zu sein. Nur drei Minuten später spielte der - vor allem in Halbzeit eins - überragende Niklas Hauptmann mit einem feinen Pass Andreas Lambertz an der Strafraumkante frei. Dessen Schuss konnte Daniel Gordon noch blocken - der Abpraller landete aber bei dem etwas weiter links postierten Erich Berko, der keine Probleme hatte, Sandhausens Keeper Marco Knaller zu überwinden.

Acht Minuten später wäre dem ebenfalls sehr agilen Aias Aosman fast das 2:0 gelungen. Der Mittelfeldspielerstartete am Mittelkreis seinen Sturmlauf, zog an der Strafraumkante ab und verfehlte das Tor nur knapp - sein Schuss flog Zentimeter am linken Pfosten vorbei. So ging es mit 1:0 in die Pause.

Trainerstimmen zum Spiel

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Kenan Kocak, Trainer SV Sandhausen:
„Wir haben die ersten Minuten es schwer gehabt, ins Spiel zu kommen, dann wurde es besser. Wir müssen in Führung gehen und bekommen mit dem einzigen Torschuss das 1:0. Am Ende haben wir es nicht geschafft, Chancen zu kreieren. Was ein moderner Torwart ist hat Dynamos Keeper heute gezeigt.“

Uwe Neuhaus, Trainer Dynamo Dresden
„Wir hatten einige gute Ansätze, wo die letzten Pässe nicht geklappt haben. Gott sei Dank hat uns Marvin im Spiel gehalten. Wir haben heute Geduld gebraucht, auch wenn wir nicht immer die richtigen Lösungen gefunden haben. Es war ein hartes Stück Arbeit.“

Auch nach dem Wiederanpfiff machten die Dresdner das Spiel, in der 53. Minute kombinierten sich Berko und Hauptmann in den Sandhausener Strafraum, Hauptmann passte auf Aosman, dessen Versuch diesmal über die Latte ging.

Aufregung dann wieder in der 59. Minute. Gordon rammte auf Höhe der Mittellinie Stefan Kutschke in den Rücken und schien sich dabei schwerer verletzt zu haben. Als er sich dann doch wieder berappelte, offenbar schmerzfrei kurz vom Feld ging und eine Getränkeflasche in die Bande pfefferte, war es mit der Geduld des Dresdner Publikums vorbei und ein heftiges Pfeifkonzert setzte ein.

In der 68. Minute versuchte dann Julian Derstroff gegen Marco Hartmann einen Elfmeter zu schinden, Schiedsrichter Bastian Dankert durchschaute den plumpen Versuch aber und verwarnte den sechs Minuten zuvor eingewechselten Stürmer.

Mit Marvin Stefaniak wollte Neuhaus schließlich frischen Schwung ins Spiel bringen, der auch bitter nötig war. Und kaum war der 22-Jährige im Spiel, holte er in de 74. Minute immerhin die zweite Ecke der Dresdner heraus. Der Kopfball von Marco Hartmann war aber zu weit links angesetzt.

Und so dauerte es noch einmal fünf Minuten, bis die allermeisten der 27.926 Zuschauer wieder jubeln konnten. Philip Heise hatte auf der linken Seite viel Platz und Zeit, lief in den Strafraum und flankte scharf vors Tor. Dabei wurde der Ball aber von einem Sandhausener so unglücklich abgefälscht, dass er schließlich im Netz landete - Heise konnte sein Glück kaum fassen.

In der 87. Minute holten sich die Gäste dann doch noch ein kleines Erfolgserlebnis - ihre erste Ecke. Das hätten sich auch bald noch die in den Schlussminuten eingewechselten Manuel Konrad und Pascal Testroet geholt, doch die Flanke des Defensivmanns auf den Stürmer konnte Knaller noch rechtzeitig abfangen.

Mit dem 2:0 nahmen die Dresden erfolgreich Revanche für die 0:2-Niederlage in der Hinrunde und beendeten die seit Ende November andauernde Sieglosigkeit im eigenen Stadion.

Nun treten die Schwarz-Gelben am kommenden Wochenende beim Benefizspiel in. Zwickau an. Das nächste Zweitligaspiel steht am 2. April in Stuttgart.

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