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Montag, 16.04.2018

Doppelter Lohn für Feuerwehrleute

145-mal waren die Bannewitzer Kameraden 2017 im Einsatz, so oft wie nie. Das will die Gemeinde honorieren.

Von Verena Schulenburg

© Symbolbild: dpa

Bannewitz. Die Feuerwehrleute aus Bannewitz können sich seit April über eine bessere Entlohnung ihres Engagements freuen. Die Gemeinde Bannewitz erhöht die Entschädigungen für die Feuerwehrmitglieder. Während bisher pro Einsatz eine Summe von fünf Euro pro Person gezahlt wurden, sind es ab diesem Monat zehn Euro pro Einsatz. Ab dem kommenden Jahr will die Rathausspitze noch eines drauflegen. Ab Januar 2019 soll jeder Freiwillige pro Einsatz eine Entschädigung von 15 Euro erhalten. Der neuen Regelung haben die Bannewitzer Gemeindevertreter bereits zugestimmt. „Bei Unwetter verfahren wir so, dass es im Regelfall nur einen Einsatz bezahlt gibt“, sagt der Bannewitzer Gemeindewehrleiter Heiko Wersig. Sonst käme es schnell zu Differenzen unter den Ortswehren, wer jeweils wie oft bei solchen Großereignissen im Einsatz war.

Über mangelnde Einsatzbereitschaft können sich die Bannewitzer jedenfalls nicht beklagen. Die rund 100 aktiven Kameraden der Gemeinde sind voriges Jahr zu 145 Einsätzen gerufen worden. Zum Vergleich: 2016 waren es gerade einmal 75 Einsätze, 2015 waren es 89 Einsätze. Der Grund für die häufigen Alarmierungen ist nicht nur der heftige Sturm „Herwarth“, der Ende Oktober 2017 über der Region tobte. Neben etlichen Verkehrsunfällen, bei denen sie zu Hilfe gerufen wurden, hatten die Kameraden auch insgesamt fünf zu Brände zu löschen. Im August fing ein Wohnhaus an der B 170 nach einem Blitzeinschlag Feuer. Ähnlich turbulent startete auch das neue Jahr für die Bannewitzer Feuerwehrkräfte mit einem Wohnhausbrand auf dem Käferberg und einem weiteren Sturmtief.

Um die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen zu honorieren und auch, um die wichtige Arbeit der Feuerwehr attraktiver zu gestalten, hat sich die Bannewitzer Rathausspitze für eine bessere Vergütung der Leistung entschieden.

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