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Freitag, 13.10.2017

Dohna prüft zwei Schul-Standorte

Bisher ist der Kahlbusch für die neue Grundschule favorisiert. Die Kleingärtner dort müssen weiter um ihre Zukunft bangen.

Von Heike Sabel

Dürfen die Kahlbusch-Gärten bleiben?
Dürfen die Kahlbusch-Gärten bleiben?

© Kristin Richter

Dohna. Insgesamt 13 Standorte hat die Stadt Dohna für ihre neue Grundschule untersucht. Übrig blieben zwei: ein Teil der Kahlbusch-Kleingartenanlage und ein Grundstück zwischen dem neuen Gewerbegebiet und dem Wohngebiet am Schilfteich. Statt sich nun jedoch für einen Standort zu entscheiden, will der Stadtrat zunächst beide Areale weiter prüfen.

Der Kahlbusch soll im Flächennutzungsplan als Gemeinbedarf ausgewiesen werden, die andere als Mischgebiet. Damit ist klar, auf den Gärten darf nichts anderes als eine Schule gebaut werden, beim Mischgebiet ist mehr möglich. Dort aber muss die Fläche erst noch gekauft werden. Das ist einer der großen Unsicherheitsfaktoren. Deshalb will sich die Stadt auch die Option Gartenanlage noch offen halten.

Die Kahlbusch-Gärtner haben sich nach dem ersten Schock und Monaten der Unsicherheit eine andere Entscheidung, sprich Klarheit, erwartet. Für sie heißt es nun, weiter nicht zu wissen, was wird. Frühestens in zwei Jahren wird klar sein, wo die Stadt die neue Schule baut. Bis dahin können freie Gärten nicht wieder vergeben werden. Das drohende Aus schwebt über den Gärtnern.

„Das ist nicht schön“, sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU). Ihm ist aber wichtig, verlässlich zu sein. „Würden wir jetzt sagen, wir bauen im Gewerbegebiet und entscheiden uns in zwei Jahren anders, wären die Gärtner zurecht empört.“