• Einstellungen
Montag, 16.04.2018 Fußball

Döbelner reißen Punkt aus dem Feuer

In einer dramatischen Schlussphase geht der Gast in Führung. Doch das Aufbegehren der Muldenstädter wird belohnt.

Döbelns Chris Liebmann (links) in einem Zweikampf mit einem Leipziger.
Döbelns Chris Liebmann (links) in einem Zweikampf mit einem Leipziger.

© André Braun

Döbeln. Der heimische Kunstrasenplatz liegt den Fußballern von Landesklassenvertreter Döbelner SC offensichtlich. Da die beiden Rasenplätze wegen Düngung gesperrt waren, erfolgte der Anpfiff der Partie gegen den FC Blau-Weiß Leipzig im „Käfig“. Und nachdem gegen die abstiegsbedrohten Teams aus Schildau und Sermuth Heimsiege gelangen, stand gegen den favorisierten Tabellenvierten ein 1:1-Unentschieden zu Buche. Mit diesem Unentschieden festigt der Döbelner SC den neunten Tabellenplatz und muss am Wochenende zum drei Plätze hinter ihm platzierten ESV Delitzsch reisen.

Die Leipziger agierten von Beginn an mit langen und weiten Bällen. Doch diese entschärfte in der Deckung zumeist Toni Bunzel. Insgesamt stand der kompakte Abwehrverbund der Döbelner sicher und ließ nur wenig Nennenswertes zu. Nach vorn gelang den Einheimischen in der ersten Halbzeit dagegen nicht sehr viel. Leichte Abspielfehler brachten die Gäste immer zu schnell in erneuten Ballbesitz. Die größte Chance bot sich den Gastgebern dennoch. Einen Freistoß aus gut 20 Metern zentral vor dem Tor setzte Bunzel an den Querbalken. Im direkten Gegenzug vergaben die Leipziger eine Überzahlsituation.

Nach dem Wechsel fand der DSC auch offensiv besser ins Spiel. In der 60. Minute verhinderte der Leipziger Keeper Marcus Herrmann ein Eigentor. Einen Eckball in der 72. Minute setzte Bunzel mit dem Kopf nur knapp über das Tor. Nur einige Minuten später verpasste Amidu Dadi eine scharfe Hereingabe von Sebastian Heyna nur um wenige Zentimeter. Dass die Gäste aber stets lauerten, um ihrerseits für Gefahr zu sorgen, zeigten sie in der 80. Minute. Nach einer Offensivaktion der Döbelner schalteten die Leipziger schnell. Kevin Prochaska nutzte seine Schnelligkeit und ließ Franz Hampel im Döbelner Kasten keine Chance – 0:1. Doch die Heimelf ließ sich dadurch nicht schocken. Bereits im darauffolgenden Angriff besaßen die Döbelner durch Chris Liebmann die Ausgleichschance. Seinen starken Schuss aus kurzer Distanz konnte Herrmann im Leipziger Tor gerade noch parieren.

In den verbleibenden Minuten versuchte die Heimelf alles, um doch noch einen Punkt mitzunehmen, blieb aber zunächst erfolglos im Abschluss. Gerade als der Schiedsrichter zwei Nachspielminuten anzeigte, erkämpfte sich Heyna im Mittelfeld den Ball und spielte einen exakten, flachen Diagonalpass nach rechts außen auf den mitgelaufenen Patrick Peschel, dessen perfekt geschlagene scharfe Hereingabe Dadi erreichte, der zum viel umjubelnden 1:1-Ausgleich traf. Kurz vor dem Abpfiff wurde es hektisch. Nach einem Foul, das die Leipziger wie im Spielverlauf sehr oft, wild gestikulieren ließ, schickte der Schiedsrichter Sebastian Heyna vom Platz. In dieser Situation wurde Kapitän Patrick Peschel vom Leipziger Torschützen Prochaska umgestoßen. Der Gästespieler erhielt daraufhin ebenfalls die Ampelkarte. Anschließend wurde die Partie abgepfiffen und die Heimelf konnte sich über den späten, aber verdienten Punktgewinn freuen.

„Wir sind sehr zufrieden. Am Ende hätten wir nach zwei verschiedenen Halbzeiten sogar noch gewinnen können. Aber wir wollen nicht übermütig werden, denn die Leipziger hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. In der zweiten Halbzeit steigern wir uns, haben mehr Chancen und uns den Punkt so verdient“, resümierte DSC-Trainer Uli Löser. (dsc/dwe)

Desktopversion des Artikels