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Freitag, 15.12.2017 Kommentar

Diesen Verkehrsweg braucht Dresden

Von Peter Hilbert

Peter Hilbert
Peter Hilbert

© Wolfgang Wittchen

Seit Jahren wird spekuliert, ob eine dritte Fahrspur am Blauen Wunder wegfällt oder nicht. Für Berufspendler, die dringend auf diese Brücke angewiesen sind, ist das fatal. Sicher ist der Nahverkehr in Dresden gut ausgebaut worden. Doch im rechtselbischen Dresdner Osten entlang der Pillnitzer Landstraße gibt es nun mal neben dem Privatauto nur den Bus. Und der steht an der Loschwitzer Brücke genauso im Stau. Eine vernünftige Alternative gibt es für die Pendler also nicht. Die wenigen Straßen hinauf zur Bautzner reichen nicht. Solange so viele auf diese Verbindung angewiesen sind, sollte das Blaue Wunder auch eine vernünftig breite Straße bieten, die wie bisher eben drei Spuren hat. Den Praxistest gibt es doch bereits seit vielen Jahren. Selbst bei der kleinsten Einengung ist ein langer Stau die Folge. Und den bereits fest einzuplanen, ist keine gute Stadtpolitik. Dresden braucht diesen Verkehrsweg.

Dass nächstes Jahr die Einschränkung nötig ist, werden vernünftige Kraftfahrer sicher einsehen. Schließlich ist die Sanierung des Blauen Wunders als einem Dresdner Wahrzeichen dringend nötig. Wenn dafür die Gerüste aufgestellt werden müssen, geht es eben nicht anders. Nur sollte der „unfreiwillige Verkehrsversuch“, wie ihn die Stadt bezeichnet, nicht darin münden, dass durch diese Hintertür die lange gehegten Sperrpläne ganz in Ruhe umgesetzt werden. Geht es nach dem Motto: Jetzt haben sich die Leute doch daran gewöhnt, wäre das nicht fair. Sicher ist es nötig, dass auch für Radfahrer eine vernünftige Verbindung übers Blaue Wunder geschaffen wird. Doch dafür ist mehr Kreativität gefragt, als einfach nur eine Spur zu sperren und damit ein Verkehrschaos zu provozieren. Wenn 45 Millionen Euro investiert werden, müsste es auch eine Lösung geben, dass Radfahrer mit auf dem Fußweg fahren.

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