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Freitag, 12.01.2018

Die Wunschliste auf dem Land

Dirk Panter, SPD-Fraktionschef im Landtag, trifft Bürgermeister aus dem Landkreis. Er weiß: Die Regierung hat noch viel zu tun.

Von Franz Werfel

Das Treffen der Bürgermeister mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag fand im Jagdschloss Graupa statt.
Das Treffen der Bürgermeister mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag fand im Jagdschloss Graupa statt.

© Marko Förster

Pirna. Die Wunschliste der Bürgermeister in der Region ist lang: schnelles Internet, Straßensanierungen, schönere Schulgebäude und Kitas, weniger Bürokratie bei den Förderprogrammen des Freistaats – das sind nur einige Themen, die Stadt- und Gemeindechefs umtreiben. Darüber haben sie am Freitag mit Dirk Panter, dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im sächsischen Landtag, im Jagdschloss Graupa gesprochen. Rund zwei Stunden unterhielten sich der Leiter des Kreis-Kommunalamtes und die fünf Bürgermeister von Tharandt, Hohnstein, Glashütte, Hermsdorf/E. und Dürrröhrsdorf-Dittersbach mit dem SPD-Politiker.

„Ich wollte zeigen, dass der Landesregierung und der SPD der ländliche Raum nicht egal ist“, sagte Panter der SZ. Man habe in Dresden verstanden, dass gerade kleinere Orte mehr Geld brauchen. Ein Beispiel: Asyl. „Viele Orte, wie auch der Landkreis, haben schnell viele Mietverträge abgeschlossen. Das Geld bekommen sie bisher nicht zurück, weil nicht mehr so viele Flüchtlinge hier ankommen, wie einst angenommen“, sagte Panter. Seit 2014 versuche die SPD in der Großen Koalition, Versäumnisse der von CDU und FDP geführten Vorgängerregierung geradezubiegen. „Die wollten 1 000 Polizisten entlassen, stattdessen stellen wir nun 1 000 neue ein.“ Lehrer wurden nicht eingestellt, nun suche man nach Personal. Auch das Bildungsticket, mit dem Schüler für wenig Geld oder gratis zur Schule fahren können, sei ein wichtiges Thema bis zur Landtagswahl 2019.