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Donnerstag, 15.02.2018

Die Umzugswagen rollen am Sachsenhof an

Kommenden Montag soll es mit der Sanierung im zweiten kommunalen Wohnblock in Klingenberg losgehen. Warum die Zeit drängt.

Von Anja Ehrhartsmann

Bereits im Dezember 2017 sind die ersten Mieter aus Block 7 „Am Sachsenhof“ in Klingenberg ausgezogen.
Bereits im Dezember 2017 sind die ersten Mieter aus Block 7 „Am Sachsenhof“ in Klingenberg ausgezogen.

© Egbert Kamprath

Kingenberg. Die Arbeiten „Am Sachsenhof 2 a-c“ sind noch nicht ganz abgeschlossen, da nimmt die Gemeinde Klingenberg schon den nächsten Plattenbau in Angriff, den Wohnblock 7 a-c.

„Wir müssen aus naturschutzrechtlichen Gründen beginnen“, sagte Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK) auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn im Wohnblock 2 a-c, mit dem die Gemeinde im April gestartet war, hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon ungebetene Gäste niedergelassen. „Fledermäuse haben sich letztes Jahr eingenistet, deshalb konnte die Fassade nicht abgenommen werden“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Um eine Verzögerung im Bauablauf zu verhindern, soll es deshalb bereits kommende Woche losgehen. „Jetzt halten die Fledermäuse noch Winterschlaf, somit wollen wir das Einnisten verhindern.“

Um schon zeitig mit dem Entkernen des Wohnblocks beginnen zu können, hatte die Gemeinde bereits ein Viertel der gesamten Bauleistungen für die Sanierung „Am Sachsenhof 7a-c“ ausgeschrieben. Im einen oder anderen Bereich seien die eingegangenen Angebote nun etwas höher ausgefallen, als es ursprünglich vorgesehen war, erklärte der Bürgermeister. Dafür könnten zwei Gewerke günstiger vergeben werden, als die Kosten veranschlagt waren. „Wir liegen insgesamt im Kostenrahmen“, sagte Torsten Schreckenbach.

Jeweils mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen erfolgte die Vergabe. Mit der Baustelleneinrichtung beauftragt der Gemeinderat die Firma Außenanlagen Tiefbau Jörg Schurig aus Paulshain für rund 40 500 Euro. Die Firma Frauenrath Recycling aus der Nähe von Pulsnitz, die schon im Block 2 tätig war, übernimmt die Abbrucharbeiten: im Inneren für fast 119 000 Euro, die Fassade für 30 600 Euro. Das Gerüst stellt die Matthes Baumontagen GmbH aus Olbernhau für rund 28 000 Euro auf. Die Tischler- und Verglasungsarbeiten, mit denen der Dorfhainer Tischlereibetrieb Udo Gelfert beauftragt wird, kosten die Gemeinde 100 700 Euro. Für die Fassadensanierung bekommt die Firma Hörmannshofer Fassaden aus Niederdorf den Zuschlag für 182 700 Euro. Mit den Umzügen der Mieter, die während der Bauzeit ihre Wohnungen verlassen müssen, wird das Unternehmen Bartsch und Weickert aus Dresden für 26 800 Euro beauftragt.

Ob die Nachträge, die der Gemeinderat für die Sanierung des Wohnblocks 2a-c genehmigen musste, in die Planung für Block Nummer 7 aufgenommen wurden, war eine Frage aus dem Gremium. „Wir hatten einige Nachträge, weil Dinge erst beim Abriss zum Vorschein kamen“, erklärte Torsten Schreckenbach. Diese seien in der Planung für den baugleichen Wohnblock berücksichtigt worden. „Es kann immer mal wieder Überraschungen geben, vom Grundsatz her dürfte aber nicht viel passieren.“ Im April soll der Gemeinderat die restlichen Arbeiten vergeben. „Die Gebäude sind identisch, deshalb gehen wir auch von identischen Angeboten aus.“

Bis 2020 will die Gemeinde ihre vier Wohnblöcke „Am Sachsenhof“ in Klingenberg sanieren. Die Platten wurden Ende der 1980er-Jahre gebaut, der Sanierungs- und Modernisierungsstau sei erheblich.