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Freitag, 27.10.2017

Die Neuzugänge in der Warteschleife

Ob die Eislöwen Reed und Miller am Wochenende einsetzen, ist offen. Der Trainer sieht ohnehin kaum Änderungsbedarf, auch wegen Talenten wie Schiemenz.

Von Alexander Hiller

Cedric Schiemenz fühlt sich bei den Eislöwen gut aufgehoben.
Cedric Schiemenz fühlt sich bei den Eislöwen gut aufgehoben.

© robert michael

Gleich zwei neue Personalien vermeldeten die Dresdner Eislöwen in dieser Woche. Ob Harrison Reed und Tim Miller jedoch am Wochenende bereits im Dress der Elbestädter auflaufen, entscheidet sich wohl erst kurzfristig. Wenn alles optimal läuft, bereits vor dem Auswärtsduell in Freiburg am Freitagabend (19.30 Uhr). Dafür meldete sich der schulterverletzte Verteidiger Steve Hanusch wieder fit im Kader zurück, Torhüter Sebastian Stefaniszin sitzt vielleicht am Sonntag auf der Bank.

„Die beiden müssen mein System noch verstehen, ansonsten sind sie gut hier angekommen“, sagte Eislöwen-Trainer Franz Steer augenzwinkernd. Die Spielgenehmigung für den 29-jährigen Kanadier Reed, in der Saison 2015/16 schon bei den Eislöwen, lässt auf sich warten. „Bei einem Spieler, der keinen europäischen Pass besitzt und darüber hinaus schon einmal in Deutschland tätig war, wird es noch schwieriger, da sämtliches Material aus Deutschland angefordert werden muss. Das kann schnell gehen, muss es aber nicht“, sagt Pressesprecherin Eva Wagner. Reed wird in jedem Fall mit nach Freiburg fahren. Das sieht beim 30-jährigen Deutsch-Amerikaner Tim Miller schon ganz anders aus. „Er ist mit Jetlag angekommen, er hat am Donnerstag erstmals mittrainiert und war platt ohne Ende“, sagt Franz Steer. Der 59-Jährige überlegt, ob er Miller nicht lieber daheim trainieren lässt und ihn erst am Sonntag beim Heimspiel (16 Uhr) gegen die Löwen aus Frankfurt einsetzt.

„Das Schöne ist, ich habe eine Mannschaft, die funktioniert“, blickt der Trainer auf das erste Wochenende ohne Niederlage zurück. Als abgeschlossen betrachtet Steer die Personalplanung mit den beiden Neuzugängen ganz und gar nicht. „Wir haben erst überlegt, ob wir einen Topverteidiger holen. Das hat sich aber bei beiden Kandidaten zerschlagen. Also haben wir bei Miller zugeschlagen“, erklärt der Bayer. „Die beiden Personalien haben nichts damit zu tun, was dann im Januar, Februar ist. Wir haben vertragliche Möglichkeiten“, kündigt Steer an. Miller hat sich eine Ausstiegsklausel für die DEL in seinen Kontrakt mit den Eislöwen schreiben lassen, „aber wir haben auch eine Ausstiegsklausel“, betont der Eislöwen-Trainer.

Heißt: Einen Freibrief hat keiner, jeder bekommt aber die gleiche Chance, sich anzubieten, aufzudrängen. Wie etwa der erst 18-jährige Stürmer Cedric Schiemenz, der sich zuletzt in ansprechender Form präsentierte, gegen Spitzenreiter Bietigheim traf. „Er war bislang immer wohlbehütet, immer talentiert. Cedric muss jetzt anfangen, den nächsten Schritt zu machen, dafür arbeitet er hart – auch mit zusätzlichen Einheiten“, sagt Steer über den Youngster. Und der wiederum weiß ganz genau, wo seine Reserven liegen. „Der Franz würde mich am liebsten den ganzen Tag im Kraftraum einschließen“, erklärt der eher schmal gebaute Angreifer grinsend. Menschlich fühlt sich der Neuzugang bereits bestens integriert. „Vor allem mit Thomas Pielmeier verstehe ich mich hervorragend. Der ist ein cooler Typ, da kann man viel mitnehmen“, sagt Schiemenz.

Es kommt also nicht von ungefähr, dass Steer vor dem Sonntagskracher gegen den Tabellenzweiten Frankfurt sagt: „Wir müssen da über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen, über die Disziplin.“ Da passt es bestens ins Bild, dass am eigentlich trainingsfreien Dienstag fast die gesamte Eislöwenmannschaft zur freiwilligen Einheit auf dem Eis stand.

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