• Einstellungen
Freitag, 11.08.2017

Die kleinen Golfer kommen - Golf gegen alle Klischees

Ganze 113 Jahre ist es her, dass Golf bei den olympischen Spielen als Sportart ausgetragen wurde.

Bild: Colleen Inniss-Gittens / Barbados
Bild: Colleen Inniss-Gittens / Barbados

Das hat sich letztes Jahr geändert: In Brasilien war Golf das erste Mal seit über hundert Jahren wieder olympisch. Der Golfsport erfährt also viel frischen Wind und das ist auch wichtig: Denn die Klischees über die Sportart sind nämlich nicht zu überhören. „Golf ist nur etwas für alte Menschen“ ist nur einer der Sätze, der immer wieder in dem Zusammenhang fällt.

Nachwuchsförderung ist wichtig

Damit Golf attraktiver wird und vor allem nicht ausstirbt, muss etwas für den Nachwuchs getan werden. Ganz vorne mit dabei ist die allgäuer Trainerin des Bayrischen Golfverbands Frau Koch-Sutter. Sie trainiert seit Jahren Jugendmannschaften und gibt ihre Erfahrung aktuell in dem Ratgeber „Golfguide für Kinder“ an Eltern und Großeltern weiter, die sich fragen, ob Golf die richtige Sportart für ihr Kind ist. Es kann durchaus sinnvoll sein, sich damit zu beschäftigen, welche Fähigkeiten eines Kindes besonders gefördert werden können und danach die Sportart auszuwählen. Dies muss dabei natürlich aber auch immer im Sinne des Kindes sein.

Welche Eigenschaften fördert der Golfsport?

Golf fördert unter anderem die sozialen Fähigkeiten von Kindern stark mit. Es passiert nicht selten, dass die Junioren mit ihren Flightpartnern viele Stunden auf dem Golfplatz verbringen und so viele Gespräche, vielleicht sogar Freundschaften entstehen. Auf einer anderen Ebene werden soziale Fähigkeiten durch Ehrlichkeit auf die Probe gespielt. Die Kinder müssen häufig selbst ihre Scores aufschreiben, sodass sie schnell lernen werden, dass Ehrlichkeit am Ende siegt. Mag am Anfang das Schummeln vielleicht noch eine Rolle spielen, werden die Kinder schnell merken, dass ein Spiel nur ehrlich ausgetragen Spaß macht.

Golf für die ganze Familie

Ein anderer Vorteil am Golfsport ist, dass Spieler unterschiedlichsten Levels problemlos miteinander spielen können, was beispielsweise beim Fußball oder Basketball nicht funktioniert. Beim Golf hingegen hat trotzdem jeder Spaß, obwohl er mit sehr viel besseren oder schlechteren Spielern zusammen ist. Das bedeutet auch, dass die ganze Familie einen Ausflug zum Golfplatz machen kann, ohne dass es eine Rolle spielt, ob die Erwachsenen besser sind als die Kinder. Frau Koch-Sutter stellt viele lustige Spiele vor, die den Familienzusammenhalt stärken und für einen abwechslungsreichen Ausflug sorgen. Dabei ist eines besonders wichtig: Die Rolle, die Eltern und Großeltern einnehmen, sollte es nicht sein, die Technik der Kinder zu verbessern oder den eigenen Ehrgeiz an ihnen auszuleben. Für die Technik ist das professionelle Training da. Die Motivation muss von dem Kind selbst kommen. Vielmehr sollte neben dem Training der Spaß beim Golfspiel im Vordergrund stehen. Danach kommt die Motivation ganz von selbst! Als kleine Belohnung zwischendurch kann natürlich auch immer ein großer Becher Eis im Clubrestaurant dienen.

Desktopversion des Artikels