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Samstag, 12.08.2017

Die kleine Schwester der Frauenkirche

Während das Tiefenauer Schloss nach 1945 gesprengt wurde, steht die Kirche nebenan noch immer. Jetzt wird ihr 300-jähriges Bestehen gefeiert.

Purer Dresdner Barock: Die Schlosskirche in Tiefenau zeigt sich heute fast genauso wie zur Einweihung vor genau 300Jahren – nur mit mehr Holzwurmlöchern.
Purer Dresdner Barock: Die Schlosskirche in Tiefenau zeigt sich heute fast genauso wie zur Einweihung vor genau 300 Jahren – nur mit mehr Holzwurmlöchern.

© Matthias Seifert

Tiefenau. George Bähr, Balthasar Permoser, Gottfried Silbermann: An der Tiefenauer Schlosskirche und ihrer Ausstattung haben die bedeutendsten Künstler der Barockzeit mitgearbeitet. Kein Wunder – ließ doch die Witwe des Grafen von Pflugk die Kirche in Auftrag geben. Pflugk war unter August dem Starken Dresdner Oberhofmarschall – und damit so etwas wie der Chef der Staatskanzlei.

Vier Details, die die Kirche einzigartig machen

Während sein Tiefenauer Schloss nach 1945 gesprengt wurde, steht die Kirche nebenan noch immer. Dabei war sie zu DDR-Zeiten schon so gut wie abrissreif. Die Stiftung Denkmalschutz und eine freigiebige Dame aus Süddeutschland machten nach der Wende eine Sanierung möglich. Am Sonntag wird das 300-jährige Bestehen der einzigartigen Kirche gefeiert – mit einem Festgottesdienst um 14 Uhr und anschließendem Musikpicknick im Rosengarten.

Pfarrer Heiner Sandig wird dort auch aus der Festpredigt zur Eröffnung der Kirche 1716 zitieren. Die Predigt hat die 300 Jahre im Archiv überstanden. Die SZ zeigt vier Details, die die Kirche in Tiefenau einzigartig machen. (SZ/csf)