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Samstag, 20.05.2017

Die Jagd nach Rekorden

Beim Saisonfinale hat RB Leipzig vor allem ein Ziel: Noch mehr Bestmarken aufstellen. Schon jetzt ist die Sammlung beachtlich.

Von Daniel Klein

Gute Laune garantiert. Stefan Ilsanker, Naby Keita, Marcel Halstenberg (v. l.) sowie Timo Werner (unten) feiern eine Debüt-Saison in der Bundesliga mit vielen Rekorden.
Gute Laune garantiert. Stefan Ilsanker, Naby Keita, Marcel Halstenberg (v. l.) sowie Timo Werner (unten) feiern eine Debüt-Saison in der Bundesliga mit vielen Rekorden.

© dpa

Ein Makel bleibt in dieser so erfolgreichen Leipziger Premierensaison, daran könnte auch ein Sieg zum Abschluss am Samstag bei Eintracht Frankfurt nichts mehr ändern. Der 1. FC Kaiserslautern ist weiter der einzige Verein, der als Bundesliga-Aufsteiger direkt Meister wurde. 19 Jahre später könnte RB Leipzig die Pfälzer allerdings in Sachen Punkten ablösen. Mit 68 hatten die Lauterer damals den Titel geholt, RB käme bei einem Sieg auf 69. Dies hätte dann „wohl sehr, sehr lange Bestand“, glaubt Trainer Ralph Hasenhüttl. Aber die Rasenballer jagen noch weitere Rekorde für Aufsteiger und Neulinge:

Die meisten Siege

In den ersten beiden Bundesligajahren fehlte der FC Bayern noch. Nach dem Aufstieg 1964 allerdings legten die Münchner gleich richtig los, feierten 20 Siege. RB hatte bereits vor einer Woche im Duell mit dem Rekordinhaber die Chance, die Bestmarke auf 21 Siege zu erhöhen, scheiterte aber beim mit 4:5 verlorenen Torefestival. Nun also der zweite Anlauf.

Die meisten Erfolge auswärts

Mit acht Erfolgen in fremden Stadien müssen sich die Leipziger den Rekord noch mit dem FC Bayern (1965/66) und Hannover 96 (2002/03) teilen. Bei einem Erfolg bei der Eintracht wären sie auch in dieser Kategorie alleiniger Rekordhalter. Das soll Motivation genug sein, selbst wenn Hasenhüttl nach dem Einzug in die Champions League und dem Spektakel gegen die Bayern „einen Spannungsverlust“ ausgemacht hat. „Aber das ist auch völlig normal“, betont er. Aber selbst bei einer Niederlage kann RB die folgenden vier Rekorde niemand mehr nehmen:

Die ersten 13 Spiele ungeschlagen

Schon der Start war furios. Erst der FC Ingolstadt schaffte das, was vorher 13 andere Gegner vergeblich versucht hatten: Leipzig zu schlagen. Die Serie ist gleich doppelt eine neue Bestmarke: Für einen Bundesliga-Neuling war bisher Rot-Weiß Oberhausen in der Saison 1969/70 mit fünf Spielen ohne Niederlage spitze. Und unter den Aufsteigern hielt der MSV Duisburg 1993/94 mit zehn Partien den Rekord.

Sieben Siege in Serie

Augsburg, Wolfsburg, Bremen, Darmstadt, Mainz, Leverkusen, Freiburg und Schalke – mit der Hinrunden-Siegesserie gegen diese sieben Gegner verdrängten die Leipziger sogar den FC Bayern von der Tabellenspitze – allerdings nur kurzfristig. Für immer lösten sie die Münchner dagegen als Rekordinhaber ab. Bei ihnen wurde die Serie 1965/66 bereits nach sechs Siegen gestoppt.

Die beste Hinrunde

Denkbar knapp lösten die Rasenballer die Lauterer Aufsteiger der Saison 1997/98 in der Halbzeitbilanz: Beide hatten 39 Punkte, RB aber das um drei Treffer bessere Torverhältnis. Kein neuer Rekord, aber bemerkenswert: Leipzig hat mit Timo Werner und Diego Demme jetzt zwei Jungnationalspieler, bei Lukas Klostermann verhinderte das nur sein Kreuzbandriss. Und Willi Orban steht auch schon auf Jogi Löws Liste.

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