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Freitag, 03.11.2017

Die Geheimnisse vor dem Top-Spiel

Die DSC-Volleyballerinnen wähnen sich vor dem Klassiker gegen Stuttgart auf dem richtigen Weg. Das liegt auch an einer Frischzellenkur.

Von Alexander Hiller

Auch die Anführerinnen sind vor dem Knaller gegen Stuttgart bester Laune: Katharina Schwabe (l.) und die Holländerin Myrthe Schoot bilden erneut die Kapitäns-Achse beim DSC.
Auch die Anführerinnen sind vor dem Knaller gegen Stuttgart bester Laune: Katharina Schwabe (l.) und die Holländerin Myrthe Schoot bilden erneut die Kapitäns-Achse beim DSC.

© robert michael

Der Trainer klingt verschnupft. Dabei hat Alexander Waibl an der Entwicklung seines Teams gar nicht viel zu kritteln. Der 49-jährige Coach der Volleyballerinnen des Dresdner SC brütet offenbar tatsächlich eine leichte Erkältung aus.

Sportlich sieht er sein Team voll im Plan – nach dem lockeren 3:0-Erfolg vom Mittwoch beim Ausbildungsteam des VC Olympia Berlin sowieso. In der Hauptstadt hat Waibl gleich drei vereinseigene Talente losgelassen: durchgängig die 20-jährige Libera Michelle Petter, phasenweise Mittelblockerin Camilla Weitzel (17) – die sich mit vier Punkten bedankte –, und punktuell die nach einem Bänderriss wieder genesene Diagonalangreiferin Rica Maase (17). Man könnte sich fragen, weshalb der DSC-Trainer eine Woche vor dem Duell am kommenden Mittwoch gegen Vize-Meister Stuttgart nicht seine Stammformation einspielt. „Nun“, antwortet Waibl sachlich, „das habe ich weitestgehend gemacht. Aber ich muss natürlich schauen, wie ich meine Mannschaft für die kommenden Aufgaben breiter aufstelle.“

Nach diesem Verweis auf die derzeit etwas angespannte Personallage muss man Waibl vor dem Dauerduell gegen Stuttgart gar nicht lange bitten. Denn nach wie vor gelten mit Außenangreiferin Marrit Jasper (doppelter Bänderriss) und Mittelblockerin Ivana Mrdak (Handverletzung) zwei Spielerinnen als verletzt, die Waibl als feste Größen in seinem Kader eingeplant hatte. Wie lange die beiden noch fehlen werden und woran genau Mrdak laboriert, darüber hält sich der DSC offiziell bedeckt. Man möchte den aktuellen Pokalsieger aus Schwaben nicht mit Informationen versorgen.

„Die Stimmung bei uns ist immer gut“, versichert Waibl, „man merkt langsam, dass für uns ein Highlight-Spiel ins Haus steht.“ Der Dauerbrenner der letzten Jahre ist nicht nur sportlich nach wie vor hochbrisant, sondern zugleich das erste Live-Spiel des DSC überhaupt, das im frei empfangbaren TV übertragen wird – auf Sport1. Dafür wurde das Spiel vom ursprünglichen Termin am Samstag extra auf den kommenden Mittwoch verlegt. „Wir trainieren aber trotzdem am Sonnabend, die Margon-Arena ist wegen der kurzfristigen Verlegung ohnehin frei“, stellt Waibl klar. Sonntags ist aber trainingsfrei.

„Jede ist in Gedanken schon beim kommenden Mittwoch“, erklärt Kapitän Myrthe Schoot vor der Neuauflage des Meisterschafts-Halbfinales der Vorsaison, in dem der DSC scheiterte. „Daran denke ich nicht mehr. Unsere Gruppe ist total anders aufgestellt“, sagt die 29-Jährige. Die Wertung „besser“ nimmt sie ausdrücklich nicht in den Mund. „Das Gefühl, etwas reißen zu können, ist jedenfalls da“, erklärt die Vize-Europameisterin. Bislang sind knapp 2 000 Tickets für das Topspiel verkauft.

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