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Dienstag, 13.02.2018

Dewog-Haus lädt zu schöner Wohnen ein

Bevor die Mieter einziehen, zeigt die Nieskyer Wohnungsbaugesellschaft, was sie aus dem Gebäude gemacht hat.

Von Steffen Gerhardt

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Janaka Galbokke Hewage (rechts) und Mario Winter von der Firma LDS putzen die Fenster für den Tag der offenen Tür am Donnerstag. Dann sollen auch die drei Laubengänge vom Baumaterial befreit sein. Fotos: André Schulze
Janaka Galbokke Hewage (rechts) und Mario Winter von der Firma LDS putzen die Fenster für den Tag der offenen Tür am Donnerstag. Dann sollen auch die drei Laubengänge vom Baumaterial befreit sein. Fotos: André Schulze

© André Schulze

Bunte Farben und Fahrstuhl am Haus.
Bunte Farben und Fahrstuhl am Haus.

© André Schulze

Bäder mit Wanne und Dusche.
Bäder mit Wanne und Dusche.

© André Schulze

Helle Räume auf drei Etagen.
Helle Räume auf drei Etagen.

© André Schulze

Niesky. Es ist nur noch das Treppenhaus geblieben, das an das frühere Dewog-Haus in Niesky erinnert. Zwar wurden Wände und Geländer neu gestrichen, die Treppenstufen aus Stein ausgebessert, aber ein Stück Nostalgie ist hier für die nächsten Jahrzehnte geblieben. Alles andere ist neu. Wüsste man nicht, dass dieses Haus die 1924 gegründete Deutsche Wohnungsfürsorge AG für Beamte, Angestellte und Arbeiter zu Beginn der 1930er Jahre gebaut hat, würde man glauben, vor einem Neubau zu stehen. „Wir haben große bauliche Veränderungen vorgenommen“, sagt Wilhelm Fischer, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Niesky. Sie ist Eigentümerin dieses Hauses.

Der Umbau zeigt sich nicht nur darin, dass der frühere Eingang von der Käthe-Kollwitz-Straße verschwunden ist, sondern vor allem von der Hofseite. „Die alten Laubengänge wurden durch neue aus Betonfertigteilen gefertigte Elemente ersetzt. Sie sind zudem breiter und auch für Rollstühle und Rollatoren geeignet“, erläutert Wilhelm Fischer. Das Haus ist vor allem barrierefrei und alle vier Etagen einschließlich des Kellers mit einem Fahrstuhl zu erreichen. „Er ist groß genug, um auch Fahrräder zu transportieren, so müssen die Mieter sie nicht mehr durchs Treppenhaus tragen“, nennt der Geschäftsführer einen weiteren Vorteil.

Alle Wohnungen sind vergeben

Glücklich ist er darüber, dass alle Wohnungen vergeben sind und die Mieter bald einziehen. Zuvor will die GWG das Haus noch der Öffentlichkeit zeigen. Das geschieht diesen Donnerstagnachmittag. „Über Niesky hinaus ist diese Bauweise einmalig, in dem die Wohnungen über die Laubengänge erreichbar sind“, betont Fischer. Das zu erhalten beziehungsweise wiederzubeleben, darauf waren die Anstrengungen in den zweieinhalb Jahren Bauzeit gerichtet.

Dabei wurde am Wohnkomfort nicht gespart. Elektrische Rollladen, stabile Haustüren, Wechselsprechanlage, Fußbodenheizung in den Bädern, hochwertige Fußbodenbeläge, Dusche oder Badewanne und ein Hausmeisterdienst, der sich um alles kümmert, gehören hier dazu. Das hat natürlich seinen Mietpreis, der sich in seiner Summe relativiert, da die Wohnungen sich am Bedarf orientieren und Flächen zwischen 36 Quadratmeter für die Einraumwohnung bis hin zu 76 Quadratmeter für die Drei-Raum-Wohnung bieten.

Darüber hinaus wird das Dewog-Haus ein Novum aufweisen. „Hier werden wir die erste Digitale Haustafel installieren“, sagt Wilhelm Fischer. Statt einem Schwarzen Brett oder einer Korktafel wird es künftig einen Bildschirm geben, auf dem 24 Stunden am Tag die Wohnungsbaugesellschaft Informationen für ihre Mieter veröffentlicht. Von A wie Abfallentsorgung bis W wie das aktuelle Wetter für Niesky.

Sieben dieser Bildschirme hat die GWG bestellt. Sie sollen in weiteren Mietshäusern als Informationsquelle für die Bewohner angebracht werden. Gespeist werden sie über eine Datenleitung mit den Informationen des Vermieters. Ein Monitor wird nebenan im Treppenaufgang angebracht. Denn das Dewog-Haus umfasst nicht nur das Gebäude mit den Laubengängen, sondern das gesamte Wohnensemble an der Ecke Königshainer Straße/Käthe-Kollwitz-Straße. In dem Gebäude Kollwitz-Straße 2 schaffte die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft 23 barrierefreie Wohnungen, die im vergangenen Jahr bezugsfertig waren. Der Eingang Königshainer Straße 9 wurde bereits vor 14 Jahren saniert und zu modernen Wohnungen umgebaut. Beide Teilhäuser verfügen zudem über jeweils einen Fahrstuhl.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Gebäude jetzt am Nieskyer Fernwärmenetz angeschlossen sind. Dazu wurde das Versorgungsnetz durch die Stadtwerke Niesky bis in die Kollwitz-Straße erweitert.

Auch wenn bald die Mieter einziehen, zu tun gibt es noch einiges auf der Hofseite. So sollen noch 15 Stellflächen für die Fahrzeuge der Mieter geschaffen werden, ebenso ein Platz zum Trocknen der Wäsche und das ganze Areal wird ansprechend begrünt werden. Dabei denkt der Vermieter auch an die Zukunft, indem eine Ladesäule für Elektromobile aufgestellt wird. Das Elektrokabel dazu liegt bereits.

Am Donnerstag lädt die GWG zur Hausbesichtigung in die Käthe-Kollwitz-Straße 4 ein. Von 13 bis 16 Uhr besteht dazu Gelegenheit. Verantwortliche der GWG geben Auskunft und führen durch das Gebäude.

www.gwg-ny.de

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