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Donnerstag, 28.12.2017

Deutsche Reiseziele am beliebtesten

Zahlt sich der Umzug ins Alte Sägewerk für Meißen-Tourist aus und steigt die Nachfrage nach Reisen?

Lutz Thieme, hat Meißen-Tourist 1992 mit gegründet. Aus sieben wurden 40 Mitarbeiter – das Geschäft wächst weiter.
Lutz Thieme, hat Meißen-Tourist 1992 mit gegründet. Aus sieben wurden 40 Mitarbeiter – das Geschäft wächst weiter.

© Clauida Hübschmann

Meißen. Ende März ist der Reiseveranstalter Meißen-Tourist in sein neues Domizil gezogen – ins Alte Sägewerk. Die SZ sprach mit dem Geschäftsführer Lutz Thieme über den Umzug, die Entwicklung des Unternehmens und die Reiselust.

Herr Thieme, sind Sie zufrieden, mit Ihrer neuen Niederlassung in Meißen?

Ja, der Zulauf der Kunden ist sehr gut, wir werden am neuen Standort besser wahrgenommen, und wir haben hier einen Geschäftszuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich.

Wie sieht die Entwicklung in Ihrer Branche generell aus – ist die Reiselust der Deutschen größer geworden?

Das Jahr 2016 war für die Touristik aufgrund von Terroranschlägen etwas kompliziert, die Leute waren verunsichert. Zwar ist 2017 die Lage nicht sehr viel ruhiger geworden, aber die Leute haben eine andere Einstellung entwickelt. Das zeigt sich auch an den Zahlen. Hatten wir 2016 rund 20 000 Gäste, so sind es in diesem Jahr etwa zehn Prozent mehr.

Welche Angebote stechen dabei heraus?

Noch einmal zugelegt haben Flusskreuzfahrten. Quasi im schwimmenden Hotel unterwegs zu sein, ist sehr beliebt. Das zeigt auch die Nachfrage für 2018 – seit August stehen ja die neuen Kataloge für kommendes Jahr bereit. Für Gäste, die sich auf den großen Schiffen nicht so wohl fühlen, haben wir mit der MS Berlin ein kleineres Schiff im Angebot. Touren in Westeuropa oder etwa zu den Nordfriesischen Inseln werden nachgefragt. Und 2019 wird es eine spezielle Tour für Freunde der Volksmusik geben. Da wird Patrick Lindner mit an Bord des Schiffes sein. Diese Richtung – Fahrten zu musikalischen Themen – wollen wir ausbauen.

Zeichnen sich schon für kommendes Jahr Tendenzen ab?

Reisen an die Nord- und Ostsee sind sehr beliebt. Die Nachfrage nach nordeuropäischen Ländern wie Norwegen hat sich stabilisiert. Was die polnische Ostsee betrifft, so ist zunehmend der Badeurlaub nachgefragt. Dabei erfolgt die Anreise mit dem eigenen Pkw oder per Transfer durch uns. Auch Rundreiseziele in Osteuropa werden stärker gebucht, etwa Rumänien. Bei alledem gibt es aber die klassischen Reiseländer wie Italien, die nach wie vor beliebt sind – am beliebtesten aber bleibt, mit Abstand, Deutschland.

Es fragte: Udo Lemke

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