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Freitag, 29.12.2017

Der Silvester-Karpfen von nebenan

Am Freitag und am Sonnabend lockt wieder der große Fischmarkt an den Wachauer Dorfteich.

Von Bernd Goldammer

Lars Herrich, Gerald Schmuck und Teichwirt Frank Herrich sind vorbereitet: Heute und am morgigen Sonnabend wird in Wachau wieder fleißig abgefischt.
Lars Herrich, Gerald Schmuck und Teichwirt Frank Herrich sind vorbereitet: Heute und am morgigen Sonnabend wird in Wachau wieder fleißig abgefischt.

© Bernd Goldammer

Wachau. Freitag wird der Duft von frisch geräuchertem Fisch in der Wachauer Luft liegen. Und der lockt. Denn gegenüber vom Wachauer Dorfteich wird heute 10 Uhr der traditionelle Silvester-Fischmarkt seine Tore öffnen; und der lässt alljährlich die Besucher regelrecht strömen. An diesem Freitag bis 19 Uhr und am Sonnabend zwischen 9 und 13 Uhr geht es hier dann wieder um Frisches aus dem Teich. Denn hier können sich die Fans den traditionellen Silvesterkarpfen direkt aus dem Wachauer Dorfteich mit nach Hause nehmen …

Schon seit Wochen sind Teichwirt Frank Herrich und seine Familie mit der Vorbereitung dieses besonderen Events beschäftigt. Denn sie wissen um die stetig steigende Nachfrage und die Liebe der Sachsen zum heimischen Fisch in Sachen Silvester- und Neujahrskarpfen. „Die Karpfen werden aus dem Teich gefischt und falls gewünscht, auch sofort geschlachtet“, beschreibt Frank Herrich. Aber auch Forellen, Schleie und Welse gehören zum Angebot, „sie kommen frisch geschlachtet aus Kalkreuth bei Großenhain“. Und natürlich kommen bei Herrichs Fischmarkt auch die Freunde frischer Fischsuppe oder frisch geräucherter Fische auf ihre Kosten; morgens um fünf werden die hauseigenen Räucheröfen in Betrieb genommen. Und auch Fischkoch Paul Fischer heizt zu dieser frühen Stunde seinen großen Suppenkessel an. Damit kann dann pünktlich 10 Uhr seine fast schon legendäre Fisch-Soljanka über den Tresen gehen. Die Rezeptur ist ein seit Jahrzehnten gut gehütetes Geheimnis. Aber dass diese Suppe zu den Köstlichkeiten des Silvester-Fischmarktes in Wachau gehört, ist weithin bekannt. Und so holt Frank Herrich natürlich gleich die großen Kessel raus …

Und noch etwas hat hier Tradition: das Wachauer Fischfrühstück. Mit seinen variantenreich belegten Fischsemmeln, die von der gesamten Familie des Fischwirts frisch geschmiert und belegt werden. Mit Lachs, Brat- und Bismarkhering. „Und wir haben natürlich auch Bratheringsfilets, und unsere beliebten Fisch-Salate vorbereitet“, verrät Frank Herrich schon mal. Und er freut sich. Auf seine Stammgäste, aber auch auf die vielen „neuen Gesichter“, die auch diesmal dabei sein werden. Am heutigen Freitag und am morgigen Sonnabend, am Teich mitten in Wachau.