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Dienstag, 19.05.2015

Der Second-Hand Markt boomt - ökologisch, günstig, clever

Second-Hand wird immer beliebter, der Markt boomt und bringt auf dieser Basis ständig neue Läden und Onlineshops hervor. Hier ist der Recommerce genannte Second-Hand-Handel kein ausgesprochen neues Thema, schon vor vielen Jahren starteten Unternehmen mit ihrer Karriere.

stux@pixabay.de
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Von Büchern über Markenkleidung und natürlich auch im Bereich Multimedia steigt die Zahl derer, die aus finanziellen und ökologischen Gründen am Secon-Hand-Kauf interessiert sind. Grundlegend hat auch das Unternehmen Ebay dazu beigetragen, dass das Thema heute so beliebt ist. Im Jahre 1999 hat Ebay sich in Deutschland angesiedelt, drei Jahre zuvor fiel der Startschuss in den USA. Auch dort ist aus dem ehemaligen „Consumer-to-Consumer-Marktplatz“ eine „B2C“ Business-to-Consumer-Plattform geworden. Heute wird das Unternehmen weltweit von professionellen Anbietern mit Neuware und von privaten Anbietern mit Gebrauchtwaren genutzt. Second-Hand ist auch zu einem Arbeitsmarkt geworden. Neben der Tafel oder der karitativen Abfallwirtschaft finden viele Menschen in Unternehmen einen Job, die sich im Internet mit dem An- und Verkauf gebrauchter Waren beschäftigen.

Wie sieht die Entwicklung bis heute aus?

Schon lange vor Ebay wurde auf örtlichen Trödelmärkten angeboten und gekauft, was nicht mehr gebraucht wurde oder nicht mehr passte. Bis zu dieser Zeit konnte jeder den sogenannten „Sperrmüll“ einfach vors Haus setzen, wo er dann zu im Voraus festgelegten Terminen von der Stadt abgeholt wurde. Das war eine richtige Fundgrube für Schnäppchenjäger, denn oft genug waren dort Gegenstände oder Möbel abgestellt, die durchaus noch brauchbar waren. Erst nachdem es verboten wurde, angemeldeten Sperrmüll mitzunehmen und die Termine nur nach Anfrage vergeben werden, ist diese Möglichkeit vorbei. Damit stieg die Chance für den Erfolg von Second-Hand-Portalen im Internet deutlich an. Ein Blick in die Statistik (Quelle: Ipsos) zeigt, was da so alles in Schränken herumliegt, bevor es verkauft wird:

  • „Bücher
  • „Kleidung
  • „Spiele
  • „Filme
  • „Elektronik
  • „Spielzeug

Schnell sammelt sich etwas an, was nicht mehr erwünscht oder benötigt wird. Doch es ist nicht nur der Wunsch, die Dinge zu Geld zu machen, auch das Konsumbewusstsein der Verbraucher hat sich zugunsten des Second-Hand-Marktes in den letzten Jahren verändert. Früher wurde meistens nur Baby- und Kinderkleidung verkauft, mittlerweile sind es sogar hochwertige Artikel oder Luxusgüter. Der Grund dafür ist ein sensiblerer Umgang mit den Ressourcen, der Wunsch, weniger Müll zu produzieren und die Erkenntnis, dass mit abgelegten Sachen noch jemand glücklich gemacht werden kann.

Der Boom von Second-Hand im Internet

Second-Hand boomt auch deshalb so stark, weil das Internet immer mehr Plattformen und Anbieter sammelt. Ob man auf den entsprechenden Seiten selbst etwas anbietet oder direkt bei einem Ankäufer, kann jeder für sich entscheiden. Selbst per App ist das Einstellen und verkaufen möglich, denn auch dieser Bereich ist seit Ebay & Co. um einiges erweitert worden. Gebraucht kann vieles gekauft werden, neben Möbeln und Technik auch Autos oder sonstige Fahrzeuge. Ganze Einrichtungen werden gebraucht angeboten, die meisten Verbraucher nutzen die einschlägigen Portale jedoch für eher kleinere Gebrauchsgegenstände. In Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern der Kauf von gebrauchter Kleidung kein boomender Markt, wohl aber der Wunsch, gebrauchte Bücher zu verkaufen und zu kaufen.

Das Entdeckerland Amerika hat die Second-Hand-Kultur mit Ebay und anderen begonnen. Grundsätzlich muss man bedenken, dass der Begriff selbst international nur für Kleidung oder Schuhe verwendet wird, die gebraucht verkauft werden. Der Begriff „gebraucht“ wird dagegen für alles andere benutzt, was den Besitzer wechselt. In Frankreich gibt es sogar eine Kaufhaus-Kette, die den Handel mit gebrauchten Haushaltsartikeln betreibt. Mehr als 150 sogenannter Depots sind mittlerweile in Europa erreichbar, die nach dem Franchise-Konzept arbeiten. Während es in Frankreich die Gebrauchsgegenstände des Haushalts waren, die aus finanziellen Engpässen heraus gekauft wurden, sind es in England tatsächlich Markenkleidung und Markenschuhe. Das Unternehmen „Yellow Octopus Limited“ hat dafür bereits 2008 eine Auszeichnung erhalten und ist mittlerweile in 12 Ländern in Europa vertreten.

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