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Montag, 14.05.2018

Der HC Rödertal kann den Schalter einfach nicht umlegen

Von Florian Triebel

Kamila Szczecina im gelben Trikot beim Wurf.
Kamila Szczecina im gelben Trikot beim Wurf.

© Harald Seifert

Handball-Bundesliga Frauen. Erneut gibt es für die Rödertalbienen nichts zu gewinnen. Gegen den Tabellen-Elften aus Nellingen reichte es nach 60 Minuten nur zu einem mageren 17:25 (7:11). Während der gesamten Partie fanden die Gastgeberinnen nicht zu ihrem Spiel und liefen eigentlich permanent einem Rückstand hinterher. Wie schon in den vergangenen Spielen musste HCR-Trainer Maximilian Busch auf Jurgita Markeviciute verzichten, diesmal aufgrund einer Krankheit. Außerdem fehlten die verletzten Izabella Nagy, Grete Neustadt und Lisa-Marie Ostwald. Dafür durfte Lilli Roloff aus dem Juniorteam ihre Premiere in der ersten Mannschaft feiern.

Trainer lobt Nachwuchsspielerinnen

Coach Busch sagte nach dem Abpfiff: „Wir hatten heute einfach Pech in unseren Aktionen. Egal was ich versucht habe, die Mannschaft fand einfach nicht ins Spiel. Es ist schade für die Fans, dass wir uns heute so präsentiert haben. Ein Lob muss ich aber den beiden Jugendspielerinnen, Emma Kocken und Lilli Roloff, machen. Sie haben das heute sehr gut gemacht.“

Von Beginn an war zu merken, dass es ein schwieriges Spiel für die Rödertalbienen werden würde. Michelle Urbicht verwandelte den ersten Siebenmeter der Partie nach 105 Sekunden zum 1:0 für den HCR. Über die gesamte Spieldauer sollte dies aber die einzige Führung der Gastgeberinnen bleiben. In der Folgezeit fand Nellingen schnell in die Partie und nutzte technische Fehler der Bienen konsequent.

Bis zur sechsten Minute konnten sie den Rückstand in eine 3:1-Führung ummünzen. Selbst nach dem erneuten Anschlusstreffer zum 3:2 durch Emma Kocken konnte der HCR den Schalter nicht umlegen. Die Gäste behielten die Oberhand und setzen sich auf 6:2 in der zwölften Minute ab. Bienen-Coach Busch hatte genug gesehen und nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft wachzurütteln – aber ohne Erfolg. Stattdessen überzeugte Nellingen mit einer aggressiven Abwehr und eiskalten Kontern.

Die Gäste hielten den Druck permanent aufrecht und vergrößerten den Vorsprung noch weiter auf 8:2 (17.). Wie schon im letzten Spiel gegen Vizemeister Bietigheim fehlte dem HCR in der Abwehr einfach der nötige Biss und Kampfgeist. Egal, welche Formation Bienen-Coach Busch auf die Platte brachte – im Angriff reihte sich ein Fehler an den Anderen. Als Louisa Wolff in der 23. Minute zum 11:4 traf, war die Stimmung bei den Zuschauern auf dem Tiefpunkt. Dann folgte allerdings die beste Phase des HC Rödertal. Dank eines 3:0-Laufs kämpften sie sich bis zur Pausensirene nochmals auf 7:11 heran.

Die Hoffnung des Publikums, dass der HCR an seine kurze Hochphase von vor dem Pausentee anknüpfen kann, zerschlug sich jedoch schnell. Innerhalb von fünf Minuten stellten die Gäste den alten Sieben-Tore-Vorsprung wieder her (16:9). In der 37. Minute durfte sich Jugendspielerin Lilli Roloff über ihre ersten Einsatzminuten in der Bundesliga freuen. Die Rödertalbienen hängten sich noch mal rein und konnten den Rückstand auf 12:16 (41.) verkürzen.

Der TV Nellingen behielt jedoch die Nerven. Erst verwandelte Annika Blanke – mit sechs Treffern die erfolgreichste Torschützin der Partie – einen Siebenmeter. Dann nutzte die Mannschaft von Trainer Pascal Morgant drei Fehler der Bienen zu Tempo-Gegenstößen durch Tanja Padutsch. Den Schlusspunkt des 5:0-Laufs setzte Ex-Biene Vivien Jäger mit dem 21:12 (46.). Damit war das Spiel entschieden.

Das Spiel plätschert nur noch dahin

Bis zum Abpfiff plätscherte die Partie nur noch vor sich hin. Nach dem Spiel verabschiedeten sich Verein und Fanclub von den Spielerinnen, die den HCR verlassen. Das sind Sandra Szary, Michelle Urbicht, Nele Kurzke, Tamara Bösch, die Hummel-Zwillinge Jacqueline und Stefanie, Lisa-Marie Ostwald und Kathleen Nepolsky, die ihre Handballschuhe an den Nagel hängt.

HC Rödertal: Nele Kurzke, Sarolta Selmeci (5/5), Michelle Urbicht (3/1), Tammy Kreibich (2), Emma Kocken (2), Stefanie Hummel (2), Jacqueline Hummel (1), Tamara Bösch (1), Julia Mauksch (1), Jessica Jander, Kamila Szczecina und Kathleen Nepolsky.