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Mittwoch, 03.01.2018

Der Babyboom scheint gestoppt

Erstmals seit Jahren gibt es in Dresden weniger Neugeborene. Vor allem das Uniklinikum verzeichnet einen Rücklauf.

Von Juliane Richter

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© Symbolfoto: dpa

Was die Statistiker bereits 2016 angekündigt haben, tritt nun offenbar ein: Der Geburtenboom in Dresden erlebt einen Knick. Nach Jahren des Anstiegs ist die Geburtenzahl 2017 erstmals leicht gesunken. So gab es in den Dresdner Krankenhäusern vergangenes Jahr 8 068 Geburten, ein Jahr zuvor waren es noch 8 116 Geburten.

Den größten Rückgang erlebt dabei das Uniklinikum. Zwar bleibt es Spitzenreiter mit 2 613 geborenen Kindern. Das sind aber fast 200 weniger als noch 2016. Häufig entscheiden sich Frauen bei Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei Mehrlingsgeburten für das Uniklinikum. Dieses spezialisiert sich in dem Bereich weiter und hat deshalb im vergangenen Jahr ein besonders hochauflösendes Ultraschallgerät angeschafft, das bei der sogenannten Feindiagnostik eingesetzt wird. Damit können bereits in der zwölften Schwangerschaftswoche Auffälligkeiten des Fötus, wie erste Hinweise auf einen Herzfehler oder ein fehlerhaftes Einwachsen der Plazenta, erkannt werden.

Wie das Uniklinikum wird auch das Städtische Klinikum Neustadt häufig von Frauen aus dem Dresdner Umland für die Geburt aufgesucht. Hier stieg die Zahl der Geburten innerhalb eines Jahres von 1 646 auf 1 693 im Jahr 2017. Das Partnerklinikum Friedrichstadt wird von jeher seltener von werdenden Müttern ausgewählt. Mit 673 Geburten blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich. Selbiges gilt für das Krankenhaus St. Josephstift mit 1 600 Neugeborenen. Den größten Zuwachs erlebte das Diakonissenkrankenhaus. Hier stieg die Zahl der Geburten von 1 381 im Jahr 2016 auf 1 489 im Jahr 2017.

Zu den insgesamt rund 8 100 Geburten zählen auch viele Eltern aus dem Umland, die sich für Dresden entscheiden. Laut kommunaler Bevölkerungsprognose gibt es gegenwärtig 6 400 Neugeborene von Dresdner Einwohnern. Deren Zahl soll ab 2019 bis 2024 auf jährlich 6 000 sinken.

Fotos von vielen Neugeborenen aus Dresden und Ostsachsen finden Sie in unserer Rubrik „Stars & Strampler

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

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  1. Dresdner Bürger

    Fortsetzung zu #5 ..gerade im Billiglohnland Sachsen, wo sich zudem aktuell einige "Grosse" der dt. Wirtschaft zurückziehen?!? Man möge in dem Zusammenhang auch den Artikel "Preise für Parken, Kitas und den Nahverkehr steigen" sowie die Kommentare da lesen... Der blanke Zukunftsoptismus!!!

  2. Sarina

    Der Geburtenboom in Dresden erlebt einen Knick? Na wer setzt denn auch Kinder in diese kranke Welt.

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