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Donnerstag, 26.04.2018

Das Spiel des Jahres

Sind alle guten Dinge drei? Die Neudorf/Döbeln Handballer greifen zum dritten Mal im Finale „daheeme“ nach dem Pott.

Von Dirk Westphal und Harald Grotzke

Die Wege ins Finale

Eine Mannschaft, ein Ziel: Im dritten Anlauf innerhalb von vier Saison hat sich das Team der HSG Neudorf/Döbeln den Gewinn des Sachsenpokals am Sonnabend ab 18 Uhr in der Stadtsporthalle Döbeln fest vorgenommen.
Eine Mannschaft, ein Ziel: Im dritten Anlauf innerhalb von vier Saison hat sich das Team der HSG Neudorf/Döbeln den Gewinn des Sachsenpokals am Sonnabend ab 18 Uhr in der Stadtsporthalle Döbeln fest vorgenommen.

© Dietmar Thomas

Döbeln. Das Sachsenpokalfinale 2018, HSG Neudorf/Döbeln gegen die SG HVO Cunewalde/Sohland, das am Sonnabend ab 18 Uhr in der Döbelner Stadtsporthalle ausgetragen wird, besitzt eine tränenreiche Vorgeschichte. Bereits zweimal haben die Handballer aus Mittelsachsen in den vergangenen Jahren im Landespokalfinale „daheeme“ gestanden. Und zweimal verließen sie das Spielfeld als Verlierer. Erst 2015 nach dramatischem Verlauf und mehrmaliger Verlängerung gegen den TSV 1862 Radeburg und dann 2016 gegen die SG Leipzig/Zwenkau. Nachdem im vergangenen Jahr gegen diese Mannschaft im Halbfinale das Aus kam, besitzen HSG-Kapitän Tobias Rudolph und seine Mannen, nun im dritten Anlauf die Chance, den Pokal nach 2001 und 2003 in Besitz der HSG Neudorf/Döbeln zu bringen.

Davor allerdings werden die Zuschauer in der sicher prall gefüllten Stadtsporthalle über 60 Minuten oder länger spannende und dramatische Handballkost erleben. Die Begegnung der Mittelsachsen gegen die Oberlausitzer spricht für alle Tugenden, die der Handballsport zu bieten hat: Einsatzbereitschaft, Kampfeswille und auch sehenswerte Spielzüge. In der Liga waren die Ostsachsen in den vergangenen Jahren der Angstgegner für die HSG-Handballer. So konnten auch in Döbeln gegen die Einheimischen oft punkten. Im abgelaufenen Spieljahr gab es zwischen beiden Kontrahenten jeweils einen knappen Heimsieg. Das spricht dafür, dass auch das Finale wieder sehr viel Spannung bereithält.

Es ist ein packendes Spiel zu erwarten, dessen Ausgang recht offen erscheint. Neudorf/Döbeln hat das Ziel, endlich ein Pokalfinale in heimischer Kulisse zu gewinnen, und wird hochmotiviert auftreten. „Eines unserer Saisonziele war das Erreichen des Sachsenpokalfinals. Und wer im Finale steht, will auch den Pott! Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel. Es wird die Tagesform eine Rolle spielen, wobei entscheidend sein wird, welches Team besser in der Deckung steht“, so HSG-Trainer Thomas Schneider.

Die Wege ins Finale

1 von 2

Männer

HSG Neudorf/Döbeln: SG Oberlichtenau (Ostsachsenliga) 40:27; HSG Riesa/Oschatz (Sachsenliga) 29:23; EHV Aue II (Sachsenliga) 33:32 n.V.; HSG Freiberg II (Verbandsliga Ost) 27:20.

SG HVO Cunewalde/Sohland: SG Kurort Hartha (Sachsenliga) 20:16; VfL Waldheim 54 II (Verbandsliga) 35:26; HSV Weinböhla (Verbandsliga) 31:25; SG LVB Leipzig II (Verbandsliga) 29:28.

Frauen

HV Chemnitz III: HSG Neudorf/Döbeln II (Bezirksliga) 31:17; HC Glauchau/Meerane (Sachsenliga) 27:26; SC Markranstädt II (Sachsenliga) ohne Spiel; HSG Neudorf/Döbeln (Sachsenliga) 30:27.

HV Chemnitz II: USV TU Dresden (Sachsenliga) 26:24 n.V.; Freilos; SV Plauen-Oberlosa 04 II (Verbandsliga) 26:24 n.V.; HSV 1956 Marienberg (Sachsenliga) 32:30.

Der HVO wird dem bei seiner ersten Finalteilnahme seine ganze vorhandene spielerische Klasse entgegensetzen und darauf spekulieren, dass es gegen die Neudorf/Döbelner wieder zu den eigenen Gunsten ausgeht. HVO-Trainer Carsten John: „Für uns ist es ein großer Erfolg, an diesem Tag bei dieser Veranstaltung dabei sein zu dürfen. Auch wenn wir klarer Außenseiter sind, sind wir hier, um erstmals den Sachsenpokal nach Cunewalde zu holen.“

Für den Pokalgewinner geht es dann noch in heimischer Halle gegen den sächsischen Qualifikationssieger der Mitteldeutschen Oberliga um die Teilnahme am DHB-Amateurpokal 2018/19. Der Spielpartner wird noch ausgespielt und der Austragungstermin festgelegt.

Im Vorspiel kommt es beim Pokalfinale der Frauen ab 15 Uhr zu einem Novum. Erstmals stehen sich zwei Teams aus dem gleichen Verein gegenüber. Der Verbandsligist SG HV Chemnitz 2010 III trifft auf den Sachsenligisten SG HV Chemnitz 2010 II. Spannend dabei ist, ob das Team der Verbandsliga dem höherklassigen Vereinspartner Paroli bieten kann.

Beide Kontrahenten haben im Halbfinale mit der HSG Neudorf/Döbeln und dem HSV 1956 Marienberg zwei Spitzenmannschaften der Sachsenliga bezwungen. Damit ist auch klar, dass dieses kuriose Endspiel sicher ein spielerisch sehr ansprechendes Niveau bieten wird. Beide Mannschaften können trotz beiderseits vorhandenem Ehrgeiz unbelastet aufspielen und sich auf die schönen Seiten des Handballsports konzentrieren. Die Pokalsiegerinnen spielen dann am 6. Mai zu Hause gegen den Drittligisten SC Markranstädt um die Teilnahme an der ersten Runde im DHB-Pokal 2018/19.

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