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Dienstag, 02.01.2018

Das passiert 2018

Der Blick in die Glaskugel hält in den nächsten zwölf Monaten für die südliche Oberlausitz interessante Dinge bereit.

Von Gabriela Lachnit

Was bringt das neue Jahr? Die SZ hat in die Glaskugel geschaut – und dabei zum Teil Erstaunliches erfahren.
Was bringt das neue Jahr? Die SZ hat in die Glaskugel geschaut – und dabei zum Teil Erstaunliches erfahren.

© dpa

Zittau. Was passiert im neuen Jahr? Keiner weiß es, nur die große Glaskugel hat es im Blick. Doch verrät sie alles? Und ist alles ernst gemeint, was sich ihr entlocken lässt? Das ist die große Frage, doch das macht den Blick in die Kugel so spannend. Und so konnten die SZ-Mitarbeiter in Löbau und Zittau ihrer Faszination auch dieses Mal nicht widerstehen und haben sich ansagen lassen, was das neue Jahr für die südliche Oberlausitz bringen wird. Man darf gespannt sein, was wirklich eintritt. Das eine oder andere Augenzwinkern ist auf alle Fälle mit dabei.

Bis zum Ende des Jahres gibt es eine Aussichtsplattform auf der Lausche

Jetzt, wo nun die Gemeinde Großschönau den Fördermittelbescheid und auch die Genehmigung für den Bau einer Aussichtsplattform auf der Lausche hat, kann das Projekt endlich losgehen. Der bestehende Sendemast wird mit einer Stahlkonstruktion, die mit Natursteinen verkleidet wird, so umbaut, dass auf einer Höhe von neun Metern eine Aussichtsplattform errichtet werden kann. Sie ist überdacht. Auch das Gipfelplateau der Lausche wird schöner.

Seifhennersdorf findet eine Lösung für das Karasek-Museum

Die Stadt Seifhennersdorf findet einen Kompromiss, mit dem der Brandschutz im Karasek-Museum erhöht und damit auch die Räume im Obergeschoss wieder für die Besucher geöffnet werden können. Und vom gerade gebackenen sächsischen Kuchen für Schulsanierungen bekommt die Stadt auch ein Stück ab.

Das Land Sachsen gibt Geld für Spitzkunnersdorfer Hochwasseropfer

Das Schreiben der Gemeinde Leutersdorf an die Landesregierung, den Landkreis und an Landtagsabgeordnete mit der Bitte um Unterstützung beim Beseitigen der Hochwasserschäden vom Mai 2017 in Spitzkunnersdorf zeigt Wirkung. Es gibt Geld für die Betroffenen. Und die Gemeinde findet einen Kompromiss, mit dem sie die Grundstückseigentümer überzeugen kann, ihr Land für drei Regenwasserrückhaltebecken zur Verfügung zu stellen.

Bertsdorf bekommt endlich eine moderne Grundschule

Die Schüler in Bertsdorf-Hörnitz können sich freuen. Im Ortsteil Bertsdorf wird nicht nur das Grundschulgebäude saniert. Auch ein schicker Anbau kommt noch dran. Dafür nehmen sie ausnahmsweise auch mal etwas Staub oder Lärm in Kauf.

Die Vollsperrung der Hauptstraße in Mittelherwigsdorf wird aufgehoben

Das Sackgassen-Schild an der Hauptstraße in Mittelherwigsdorf kann wieder entfernt werden. Nach dem Erdrusch an der Böschung zum Rietschebach auf Höhe Abzweig Wiesenweg wird die Straße in diesem Bereich von Grund auf neu aufgebaut. Eine Stahlbetonmauer wird einen Erdrutsch zum Bach künftig verhindern. Und auch eine neue Anwohnerbrücke gibt es.

Olbersdorf und der Landkreis werden ziemlich beste Freunde

Vorwinterlicher Markt, Wasserrettung am Olbersdorfer See, Hochwasserschäden und deren Bezahlung, Haushaltsdifferenzen: Zwischen der Gemeinde Olbersdorf und der Kreisverwaltung in Görlitz hat es in den vergangenen Jahren immer wieder heftig geknirscht. Doch hinter den Kulissen läuft schon die Entspannungspolitik. Anfang des neuen Jahres soll es ein Treffen von Mitgliedern der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates sowie dem Landrat und zuständigen Dezernenten geben. Federführend dabei ist der CDU-Landtagsabgeordnete Stephan Meyer, der auch als Moderator zwischen beiden Seiten vermitteln soll, heißt es. Wenn als Ergebnis des Gespräches unterm Strich herauskommt, dass alle zum Wohle der Region künftig zusammenarbeiten wollen, sollte einer lang andauernden Freundschaft nichts mehr im Wege stehen.

Jonsdorf kann alle touristischen Einrichtungen behalten

Das Umdenken auf Landesebene macht es möglich: Weil die Politiker in Dresden künftig den Sorgen des ländlichen Raumes mehr Beachtung schenken wollen, kann Jonsdorf für seine großen touristischen Einrichtungen Hoffnung hegen. Denn Eishalle, Gebirgsbad und Waldbühne fordern der Gemeinde finanziell immer mehr ab. Die Betreibung von gleich drei touristschen Einrichtungen dieser Größenordnung übersteigt die Kraft der kleinen Gebirgsgemeinde, die darum schon über Einsparungen nachdenken muss, um den Haushalt zu entlasten. Dank der sächsischen Landespolitik, die den Tourismus in der Oberlausitz künftig stärker unter die Arme greift, muss es dazu aber nicht kommen.

Zittau gibt Kulturhauptstadtbewerbung ab

Voraussichtlich zum Jahresende entscheidet Zittaus Stadtrat, ob sich die Stadt und die Region tatsächlich auf den Weg zum Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ macht. Wenn bis dahin die meisten Skeptiker von der dahinter stehenden Idee – der Verbindung von sechs Ländern in einer Art Doppelbewerbung mit der slowenischen Stadt Nova Gorica – überzeugt sind und die Finanzierung unter Dach und Fach ist, wird er das sicher mit großer Mehrheit tun.

Nächster Spatenstich für B178 rückt in greifbare Nähe

Bis Ende des Jahres soll klar sein, ob die Pläne für den Abschnitt Oderwitz-Zittau/Oberseifersdorf umgesetzt werden können oder nicht. Da die Landesbehörden diesen Prozess nun schon länger als bei allen anderen vorangegangenen Abschnitten vorbereiten, ist davon auszugehen, dass die Pläne diesmal weder von Einsprüchen noch von einem Gericht gestoppt werden. Wenn es so kommt, dann wird Ende des Jahres der vorletzte Spatenstich für die Straße im Jahr 2019 verkündet.

RTL sendet neue Doku-Soap über Familie in Herrnhut

Die Dreharbeiten laufen längst: Mehrmals war ein Kamerateam der Firma Endemol bereits im Auftrag von RTL in Herrnhut und auch im Ortsteil Berthelsdorf unterwegs. Im Frühjahr soll das Produkt dieses sechsmonatigen Experiments dann zu sehen sein: „Ein Koffer voller Chancen – raus aus Hartz IV“ heißt der Titel bislang. In dem Format wird eine Familie mit 25 000 Euro Startkapital ausgestattet und dann dabei begleitet, wie sie auf eigene Füße raus aus der staatlichen Stütze kommt. Als Protagonist mit dabei ist der frühere Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky – und eine Frau, die viele noch unter anderem Namen kennen.

Oybin bekommt einen neuen Höhepunkt: die Kommunalpolitik

Nach Besuchermagneten wie Burg- und Klosterfest, Pflaumenkuchenfest und Kaiserweihnacht wird auch die Kommunalpolitik in Oybin in diesem Jahr zu einem echten Höhepunkt. Schließlich gibt es durch die Bürgermeisterwahl im April neuen Schwung in der Gemeinde, weht – noch mehr als sonst – ein frischer Wind durch Oybin, in Hain und in Lückendorf. Wer am Ende künftig den Platz des Ortschefs im Rathaus einnimmt, ist heute noch nicht klar. Steht doch öffentlich noch nicht mal fest, wer seinen Hut überhaupt in den Ring wirft. Doch nicht nur die Gemeinderäte dürften schon längst gespannt sein, wer bei diesem Casting das Rennen macht.

Oderwitz rückt in die Objektive von Film- und Fernsehmachern

Gerade noch rechtzeitig ist Oderwitz im vergangenen Jahr ans schnelle Internet angekoppelt worden. Denn das wird dieses Jahr dringend benötigt. Schließlich haben Film- und Fernsehmacher die Landwasser-Gemeinde für sich entdeckt – da ist es gut, künftig ruckelfreie Live-Schalten anbieten zu können. Hatte 2016 noch Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck Szenen für seinen Film „Werk ohne Autor“ in Oderwitz gedreht, waren 2017 ein Filmteam der Filmakademie Baden-Württemberg und des MDR-Fernsehens im Dorf, um die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu begleiten beziehungsweise über das Dorfleben am Wochenende zu berichten. Fürs neue Jahr ist zu erwarten, dass eine solche filmmediale Offensive nicht verborgen bleibt und auch andere Filmemacher ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Die Gemeinde täte gut daran, schon mal eine schlagkräftige PR-Truppe für „Oderwood“ zusammenzustellen.

Zittauer Kinofilme feiern große Premiere

Die beiden in Zittau und Umgebung gedrehten Kinofilme „Werk ohne Autor“ und „Radegund“ sind endlich auf der großen Leinwand zu sehen und feiern zuvor eine spektakuläre Premiere in der Mandaustadt, zu der auch Teammitglieder aus Hollywood anreisen. Derweil wird auch wieder Neues gedreht: Nachdem das „Wolfsland“-Team in den Teilen drei und vier Ausflüge in den Norden des Landkreises gemacht hat, entstehen einzelne Szenen für die fünfte und sechste Folge auch im Kreissüden.

Ostritz drohenheiße Tage

Im April drohen in Ostritz heiße Tage: Neonazis treffen sich in der Neißestadt zu einer Großveranstaltung, die von massiven Gegendemonstrationen begleitet wird. Dabei kommt es teilweise auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.

In Löbau werden alle Umleitungsschilder abgebaut

Sektkorken knallen im Spätherbst in Löbau, weil die Bauarbeiten am zweiten Kreisverkehr am Neumarkt abgeschlossen sind. Ampeln und Verkehrsschilder werden abgebaut und aufgeladen, Umleitungen aufgehoben. Nach über zwei Jahren hat die Stadt zwei neue Kreisverkehre, und auf den anderen Straßen gelten wieder die ursprünglichen Verkehrsregeln.

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