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Dienstag, 10.04.2018

Das lange Warten beginnt

Die Saison ist schneller zu Ende als erhofft. 201 Tage dauert es, bis der Dresdner SC sein erstes offizielles Spiel bestreitet.

Von Michaela Widder

Die Worte von Alexander Waibl konnten seine Spielerinnen auf dem Feld gegen den Schweriner SC nicht in Taten umsetzen.
Die Worte von Alexander Waibl konnten seine Spielerinnen auf dem Feld gegen den Schweriner SC nicht in Taten umsetzen.

© Jens Scholz

Beide Szenarien waren vorbereitet. Jedenfalls in der Geschäftsstelle vom Dresdner SC, wo die Termine für die Abschlussfeier mit den Sponsoren schon vor einigen Tagen geplant werden mussten. Seit Samstagabend steht nun fest: Es ist Variante A – das Ausscheiden der Volleyballerinnen im Halbfinale. Damit verabschiedet sich die Mannschaft auch von den Sponsoren bereits am nächsten Montag. Es ist der letzte offizielle Termin für das gesamte Team. Danach stehen Urlaube, Heimatbesuche und Verpflichtungen in den Nationalmannschaften an.

Für die Jüngste aus dem Kader geht es nahtlos weiter. Die 17 Jahre alte Mittelblockerin Camilla Weitzel, die ihre erste Saison mit den Profis absolvierte, ist für den Juniorenkader nominiert, wie der Verein am Montag bekannt gab, und bereitet sich ab sofort auf die Qualifikation für die U-19-EM in Vilsbiburg vor. Wie es kurz- und langfristig vor allem mit den Stammspielerinnen weitergeht, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden. „Wir müssen erst mal alles sacken lassen, uns Gedanken machen und dann Entscheidungen treffen“, erklärte Trainer Alexander Waibl nach dem Saisonaus in Schwerin.

Wie in der Vergangenheit ist auch diesmal keine einzige Personalentscheidung vor dem letzten Spiel gefallen. „Wir haben sicherlich in diesem Jahr eine Mannschaft, die gern komplett beieinanderbleiben würde“, meint Waibl, aber er weiß ganz genau, an „welcher Stelle wir ein bisschen mehr Qualität brauchen.“

Größte Baustelle ist der Angriff. Auf der Zuspielposition hat Waibl dagegen mit Mareen Apitz in der Liga die wertvollste Spielerin. Dass der 31-Jährigen ein neues Angebot unterbreitet wird, dürfte außer Frage stehen. Auch die Verträge mit den beiden Dienstältesten Myrthe Schoot und Katharina Schwabe laufen aus. Um das erfahrene Trio hatte sich der Trainer in dieser Saison ein neues Team aufgebaut. Sieben Spielerinnen haben noch ein weiteres Jahr in Dresden, darunter die starken Mittelblockerinnen Sasa Planinsec und Ivana Mrdak.

Beim traditionellen Fanfest am Mittwochabend wird die Spielerin der Saison gekürt. Bis der DSC wieder eine offizielle Partie bestreitet, dauert es exakt 201 Tage. Zwar steht noch nicht der Auftakttermin in der Bundesliga fest. Als Pokalsieger hat sich die Mannschaft aber für den Supercup qualifiziert und wird am 28. Oktober auf den Meister Schwerin oder Stuttgart treffen. In Hannover geht es um den ersten Titel der neuen Saison, die in diesem Jahr aufgrund der WM in Japan (30. September bis 21. Oktober) erst im November startet.

Wie es für den DSC international weitergeht, ist noch offen. Als Pokalsieger hat sich das Team für den Europapokal qualifiziert, könnte aber als Meisterschaftsdritter auch die Qualifikation für die Champions League spielen. Falls einer der Finalisten auf die Königsklasse verzichtet, wäre man eventuell sogar Nachrücker.

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