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Donnerstag, 10.08.2017

Das ist Dynamos nächster Gegner

Am Freitag treffen die Schwarz-Gelben in Zwickau auf Koblenz. Um die erste Runde im DFB-Pokal zu überstehen, sollten sich die Dresdner vor allem bei ganz bestimmten Situationen vorsehen, rät der Ex-TuS-Spieler Tony Schmidt.

Von Cornelius de Haas

Vor sieben Jahren war die TuS Koblenz schon einmal Pokalschreck. Gerade in die Dritte Liga abgestiegen, warfen die Mannen vom Rhein erst Fortuna Düsseldorf und dann Hertha BSC aus dem Wettbewerb. Hier wird Michael Stahl (Mitte) für sein Tor (des Jahres) zum 1:0 gegen die Berliner gefeiert – nachdem er aus 58 Metern getroffen hatte. Stahl ist noch immer Stammspieler.
Vor sieben Jahren war die TuS Koblenz schon einmal Pokalschreck. Gerade in die Dritte Liga abgestiegen, warfen die Mannen vom Rhein erst Fortuna Düsseldorf und dann Hertha BSC aus dem Wettbewerb. Hier wird Michael Stahl (Mitte) für sein Tor (des Jahres) zum 1:0 gegen die Berliner gefeiert – nachdem er aus 58 Metern getroffen hatte. Stahl ist noch immer Stammspieler.

© dpa

Dresden. Schon vor dem Aufeinandertreffen in der ersten Runde des DFB-Pokals haben die TuS Koblenz und Dynamo Dresden etwas gemeinsam: Nach ihren Aufstiegen spielen beide jeweils ihre zweite Saison in der Regionalliga bzw. der zweiten Bundesliga.

Während die Sachsen mit vier Punkten aus zwei Spielen vielversprechend in die neue Spielzeit gestartet ist, hakt es in Koblenz noch. So steht die TuS nach dem 2:3 gegen den SV Röchling Völklingen (bei denen übrigens Ex-Dynamo-Keeper Jeff Kornetzky auf der Bank saß), der 1:2-Heimniederlage (in Montabaur) gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg und einem 1:1 bei den Stuttgarter Kickers mit nur einem Punkt auf Rang 13 der Regionalliga Südwest. Besonders bitter: Bei beiden Niederlagen war die Mannschaft von Petrik Sander mit 1:0 in Führung gegangen.

Einer, der sich noch gut bei den Koblenzern auskennt, ist Tony Schmidt. Der Ex-Dynamo – inzwischen bei Budissa Bautzen aktiv – stand in den vergangenen beiden Spielzeiten am Deutschen Eck unter Vertrag. „Was die TuS auszeichnet, ist ihre mannschaftliche Geschlossenheit“, sagt der 29 Jahre alte Offensivspieler. „Wir gehörten vom Kader her immer zu den kleinsten Teams, was uns noch enger zusammenrücken lassen hat. Das Ergebnis war eine extrem hohe Einsatzbereitschaft, die es für alle Klubs schwer gemacht hat, gegen uns zu spielen.“ So stand für den Neuling nach 36 Spieltagen Platz acht zu Buche.

„Da muss Dynamo aufpassen“

Auch nach Schmidts Abgang stehen in Koblenz gerade einmal 20 Spieler unter Vertrag – drei davon sind Torhüter. Dennoch kennt der gebürtige Dresdner, der zwischen 2008 und 2010 auf zehn Drittliga-Einsätze für die Schwarz-Gelben kam, noch die Stärken der TuS. „Unser Prunkstück waren die Standards. Da muss Dynamo aufpassen.“ An ein Scheitern der Schwarz-Gelben glaubt der Routinier aber nicht: „Es wird ein knappes Spiel. Ich denke, dass Dynamo nach 90 Minuten 2:1 gewinnt, und hoffe auf ein schönes Erlebnis für alle Beteiligten.“

Das Spiel seiner beiden Ex-Vereine lässt sich Schmidt nicht entgehen. „Es wäre mein Traumlos gewesen, aber wir konnten uns nicht auf einen neuen Vertrag einigen“, sagt er über seinen Abschied aus Koblenz. In Bautzen stieß er bei seinem neuen Coach Torsten Gütschow mit seiner Bitte um eine Verlegung des Freitagstrainings auf offene Ohren. „Wir trainieren eine halbe Stunde früher. Jetzt sollte ich es noch rechtzeitig nach Zwickau schaffen.“

Auch wenn es aus seiner logistischen Sicht von Vorteil ist, so bedauert Schmidt den neutralen Austragungsort. Doch ohne diesen, müsste er auf ein Lob verzichten. „Dass Dynamo-Fans jetzt Geld dafür sammeln, dass TuS-Fans ihr Heimspiel fern von zu Hause sehen können, ist einzigartig. Damit haben sie ihren teilweise schlechten Ruf im Westen eindrucksvoll widerlegt.“

Rein statistisch betrachtet spricht übrigens alles für Dynamo – wenn auch knapp. Die bislang einzigen Partien in der Drittligasaison 2010/11 gingen beide mit 1:0 an die SGD. Im Hinspiel in Koblenz traf Alexander Esswein, beim Rückspiel im damaligen Glücksgas-Stadion war Thomas Hübener erfolgreich.

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