• Einstellungen
Samstag, 20.05.2017

Damit es wieder besser rollt

Zurzeit kann der Schulweg in Diedenhain kaum gefahrlos genutzt werden. Das kritisierte ein Stadtrat.

Von Sylvia Jentzsch

Der Schulweg in Diedenhain wird vor allem von Wanderern und Radfahrern genutzt. Die wissen zurzeit nicht, welchem Loch sie zuerst ausweichen sollen. Das soll sich ändern.
Der Schulweg in Diedenhain wird vor allem von Wanderern und Radfahrern genutzt. Die wissen zurzeit nicht, welchem Loch sie zuerst ausweichen sollen. Das soll sich ändern.

© Dietmar Thomas

Hartha/Diedenhain. Der Schulweg zwischen Steina und Diedenhain ist als Zschopautalradweg und Lutherweg ausgewiesen – und er ist in einem desolaten Zustand. Das kritisierte Stadtrat Stefan Orosz (Die Linke) zur Sitzung. Eine gefahrlose Nutzung sei kaum möglich. Orosz fragte nach, was die Kommune unternehmen will. Bisher seien nur Schilder aufgestellt worden, die auf die Straßenschäden hinweisen. Der Weg ist öffentlich gewidmet.

Asphaltdecke hält nicht mehr

„Der Weg wurde Anfang der 1990er-Jahre asphaltiert. Ein Unterbau erfolgte nicht. Damit eine neue Straßendecke hält, müsste der Weg grundhaft ausgebaut werden. Das kann die Stadt zurzeit finanziell nicht stemmen“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer. Der Stadt sei nicht nur wegen des Aufstellens der Schilder der schlechte Zustand bekannt. Deshalb habe man sich Gedanken gemacht.

Noch in diesem Monat soll Fräsgut aufgebracht werden, um eine Art Asphaltschicht herzustellen. „Dabei handelt es sich um loses Asphaltmaterial, das festgewalzt wird“, so der Bauamtsleiter.

Alternative mit Landwirt gefunden

Damit künftig der Weg nicht zerfahren wird, soll er für die Nutzung von großen und schweren Fahrzeugen gesperrt werden. Der Bauamtsleiter hat auch schon mit dem Landwirt gesprochen, der den Weg bisher genutzt hat, um auf seine Feldflächen zu kommen.

„Wir haben die weitere Verfahrensweise geklärt. Der Landwirt wird den Weg nicht mehr befahren. Auf dem letzten Grundstück vor dem Feld soll eine Wendefläche entstehen“, so Fischer. Er ist über das Entgegenkommen des Landwirtes sehr froh. Nur so habe eine Lösung für den Weg gefunden werden können, sagte der Bauamtsleiter.

„Dass der Weg jetzt eine Decke aus Fräsgut bekommt, ist eine gute Sache. Wenn das Material bei der richtigen Temperatur eingebaut wird, geht der Schulweg als fast neue Straße durch“, so CDU-Fraktionschef Christian Köhler.

Desktopversion des Artikels