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Donnerstag, 08.02.2018

Da hat Dynamo was zu schultern

Nur beim ersten Gastspiel in Fürth – von bislang fünf – gab es für die Schwarz-Gelben etwas zu holen. Doch die Voraussetzungen für einen erneuten Erfolg scheinen nicht die schlechtesten zu sein.

Von Cornelius de Haas

Im Hinspiel nahm Jannik Müller Gegenspieler Serdar Dursun auf den Rücken. Am Sonntag wird Dynamos Innenverteidiger aber gelbgesperrt fehlen.
Im Hinspiel nahm Jannik Müller Gegenspieler Serdar Dursun auf den Rücken. Am Sonntag wird Dynamos Innenverteidiger aber gelbgesperrt fehlen.

© Robert Michael

Fürth. Am Sonntag tritt Dynamo Dresden im Sportpark Ronhof gegen die SpVgg Greuther Fürth an. Erinnerungen an die jüngere Vergangenheit sollten die Schwarz-Gelben aber besser zu Hause lassen. Die letzten vier der bislang fünf Duelle in Franken konnten die Gastgeber für sich entscheiden, in den vergangenen drei Partien blieb die Spielvereinigung sogar ohne Gegentor. Am 21. April 2017 mussten die Fürther noch nicht einmal selbst treffen, um als Sieger vom Platz zugehen. Aias Aosman sorgte damals mit einem spektakulären Eigentor aus 16 Metern für die Entscheidung.

Was Dynamo Hoffnung machen dürfte: In diesem Jahr ist der Tabellenvorletzte selber noch sieg- und torlos, ein Umstand der auch auf den Dresdner Gegner vom vergangenen Wochenende, den VfL Bochum zutraf - und -trifft. Allerdings holte Fürth dabei immerhin zwei Punkte.

Die Wintertransfers haben aber noch nicht eingeschlagen. Mit der Ausleihe von drei Bundesliga-erfahrenen Offensivkräften sollte der Weg aus der Abstiegszone angegangen werden. Doch weder Kaylen Hinds (VfL Wolfsburg) oder Fabian Reese (FC Schalke 04) noch Uffe Bach (Hannover 96) konnten bislang die Probleme mit dem Toreschießen behen. Nach 21 Spieltagen steht die Spielvereinigung bei 21 Treffer – der drittschlechteste Wert nach Kaiserslautern (17) und Bochum (18) –, kassierte selbst aber schon 33.

Kein Wunder also, dass Sportdirektor Rachid Azzouzi bilanzieren muss: „Wir haben die Balance aus Offensive und Defensive im Jahr 2018 bisher nicht hingekriegt.“ Darum nimmt der 47-Jährige nun seine Spieler gegen die Schwarz-Gelben in die Pflicht. „Die Mannschaft muss jetzt abliefern. Hier wird nichts abgeschenkt, und wir brauchen uns auch nicht in die Tasche zu lügen.“

Hilfreich ist, dass in Fürth die Temperaturen seit Donnerstag wieder im Plusbereich liegen. „Wir können endlich wieder auf Rasen trainieren“, freut sich Trainer Damir Buric, der im September Janos Radoki abgelöst hatte und am Donnerstag auf der Pressekonferenz ankündigte, man werde „gegen Dresden die optimale Aufstellung auf den Platz bringen“. Der 53 Jahre alte Kroate gab auch schon das Motto für Sonntag vor: „Jetzt müssen wir alles abrufen und die Bereitschaft zeigen, Fußball spielen zu wollen, um danach mit den Fans zu jubeln.“ Allerdings prophezeit er auch „ein schweres und intensives Spiel. Ob’s schön wird, werdet ihr nach dem Spiel beurteilen“.

Die Dresdner werden aber sicher alles daran setzen, um nach fast 13 Jahren mal wieder bei den Kleeblättern zu gewinnen. Beim ersten Gastspiel im April 2005 hatte die SGD dank eines Treffers von Ansgar Brinkmann drei Punkte mit an die Elbe nehmen dürfen.

Dynamos Bilanz gegen die SpVgg Greuther Fürth: 11 Spiele. 3 Siege, 3 Remis, 5 Niederlagen. 12:17 Tore.

Dynamos Bilanz in Fürth: 5 Spiele. 1 Sieg, 4 Niederlagen. 2:9 Tore.

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