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Dienstag, 12.09.2017

Clinton rechnet mit Wahlkampf ab

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Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat mit einem Buch mit ihrem verlorenen Wahlkampf abgerechnet.
Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat mit einem Buch mit ihrem verlorenen Wahlkampf abgerechnet.

© Archivbild: dpa

Washington. Hillary Clinton macht ihrem Ärger über den verlorenen Wahlkampf in einem Buch Luft. Ihr Werk „What Happened“ (dt. „Was geschehen ist“) ist am Dienstag auf Englisch erschienen. In den USA stieg das Buch am ersten Verkaufstag auf Rang eins der Amazon-Bestsellerliste.

„Ich denke, das Land ist in Gefahr, und ich versuche, Alarm zu schlagen, so dass mehr Menschen zumindest Notiz nehmen“, sagte Clinton im US-Rundfunk NPR über ihre Motivation, das Buch zu schreiben. Zu Präsident Donald Trump sagte sie: „Ich denke, er versteht nicht einmal ansatzweise die strategische Gesamtlage in der Welt und was wir tun müssen, um uns vorzubereiten - deshalb werde ich nicht still sein.“

Die Schuld für ihre Niederlage sieht Clinton nicht nur bei sich selbst. Sie „schultert die Vorwürfe früh und oft in ihrem Buch“, schrieb die Zeitung „Chicago Tribune“. Zugleich machte sie aber auch Frauenfeindlichkeit und aus ihrer Sicht unbegründete Vorwürfe in der E-Mail-Affäre für die Niederlage verantwortlich.

Das Buch sei eine „aufrichtige und schwarzhumorige“ Beschreibung ihres Gemütszustands direkt nach der Niederlage gegen Donald Trump, schrieb die „New York Times“. Clinton bewege sich „zwischen Bereuen und gerechtem Ärger, manchmal in einem Absatz“, vermerkte die „Washington Post“.

Clinton schreibt auch über ihren parteiinternen Rivalen Bernie Sanders. An ihm habe sie verrückt gemacht, dass er es stets geschafft habe, ihre Vorschläge mit etwas Größerem und weniger Greifbarem zu übertreffen, heißt es der „New York Times“ zufolge.

Den Schlussteil ihres Buches widmet Clinton Russland, das aus ihrer Sicht das Ergebnis der Wahl beeinflusst hat. „Jetzt, da die Russen uns infiziert und gesehen haben, wie schwach unsere Verteidigung ist, werden sie das ausnutzen“, zitierte sie die „Chicago Tribune“. „Ihr ultimatives Ziel ist, die westliche Demokratie zu unterwandern, vielleicht sogar zu zerstören.“ (dpa)

››› Rezension der New York Times

››› Rezension Washington Post

››› Rezension Chicago Tribune

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. glaskugel

    Sie schien schon zu Amtszeiten sehr verwirrt. Mit ihr als US-Präsidentin hätten wir heute wohl längst die großen Kriege in Nahost und Asien. Auch nuklear war für sie eine Alternative.

  2. hartmut krien

    Wer einmal lügt...Ein Glück, daß der Welt diese Person erspart geblieben ist. Na klar ist sie zutiefst frustriert. Ein Mann der es mit einer Praktikantin treibt und sie muß gute Miene zum bösen Spiel machen um sich nicht für immer alle Chancen zu nehmen. Ein farbiger Parteimitbewerber der sie besiegt und sie für eine Legislatur mit dem Außenministerposten abspeist. Und nun Bernie der ihr zeigt wie alt sie ist indem IHM die Jugend zu jubelt obwohl er eigentlich 6 Jahre älter ist. Zuletzt wird durch diese Zerstrittenheit ein freier Kandidat unter dem Deckmäntelchen Republikaner, Präsident. Andere hätten sich totgesoffen. Sie meint ihren sinkenden Ruhm noch mal zu Geld zu machen. Wie üblich wird über so ein Buch viel geschwafelt werden, die Presse bespricht es aber intensiv lesen werden es die Wenigsten. Gekauft wird es aber werden und ihr damit ein letztes Mal viel Geld einbringen. Wenn es nicht so eine böse Person wäre könnte ich Mitleid mit ihr haben.

  3. RU

    Wäre Frau Clinton mit ihrer Russland-Phobie wirklich eine bessere Präsidentin gewesen?. Sehr fraglich. Im Übrigen kann ich das jüngste Buch von BERNIE SANDERS all jenen sehr empfehlen, die über die wirkliche politische und soziale Lage in den USA etwas erfahren wollen. Kein Wunder, dass er viele Jugendliche sehr begeistern konnte.

  4. Martin H.

    Schlechter und dümmer als der aktuelle Narzisst äh... Präsident kann man gar nicht sein. Das schafft kein Mensch. Denn auch hier ist D.T. der "Größte aller Zeiten".

  5. Müller

    Ein ganz ganz schlechte Verliererin... Zum Glück wurde sie nicht gewählt.

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