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Samstag, 02.09.2017

Chef darf Kollegen nicht ausschließen

Arbeitgeber dürfen einzelne Mitarbeiter nicht von Betriebsausflügen oder -feiern ausschließen – auch nicht, wenn sie vom Dienst freigestellt sind. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Köln hervor. Einzelne Kollegen nicht einzuladen, ist demnach nur mit triftigem Grund erlaubt – etwa dann, wenn es bei ähnlichen Anlässen schon einmal Ärger gab.

Der Kläger arbeitete als Fachbereichsleiter bei einem Verein, der Träger mehrerer Seniorenzentren ist. Anfang 2015 gab es Streit zwischen Kläger und neuem Vorstandsvorsitzenden. Anfang 2016 wurde er bis zum Rentenbeginn gut zwei Jahre später bei voller Bezahlung freigestellt. Er bat darum, weiter an Betriebsausflügen, Weihnachts- und Karnevalsfeiern teilnehmen zu dürfen. Einmal wurde er eingeladen, dann nicht mehr. Er klagte – und bekam recht. Betriebsausflüge und -feiern seien Leistungen unter kollektiven Gesichtspunkten. Einzelne Mitarbeiter auszuschließen, sei eine Ungleichbehandlung und nur mit triftigem Grund erlaubt. Der Kläger sei zudem nicht in Rente, also noch Teil der Belegschaft. (dpa)

Aktenzeichen: 8 Ca 5233/16

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