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Dienstag, 21.03.2017

CDU drängt auf raschen Ausbau der B 178

Die Bautzener Union fordert, die Lücken zu schließen – und zweifelt an der abgespeckten Variante zur Autobahn.

Hier endet die Neue B 178 bei Weißenberg/Krappe.
Hier endet die Neue B 178 bei Weißenberg/Krappe.

© Matthias Weber

Region. Die Bautzener CDU macht sich für einen raschen Ausbau zwei wichtiger Verkehrsachsen in der Region stark. Der Kreisverband der Union fordert einerseits eine schnelle Umsetzung der noch fehlenden Teilabschnitte der neuen Bundesstraße 178 zwischen Weißenberg und Zittau. Zugleich mahnen die Bautzener Christdemokraten eine Verbreiterung der Bundesstraße 97 zwischen Dresden und Hoyerswerda an. Aus Sicht des CDU-Kreisverbandes handelt es sich bei der Bundesstraße 178 um ein überregionales bedeutsames Projekt. Aktuell fehlen an der Straße noch zwei Teilabschnitte bei Weißenberg und Oberseifersdorf. Dass die Planungen für den vierspurigen Ausbau des Teilstücks zwischen der Autobahnanschlussstelle Weißenberg und Nostitz abgebrochen wurden, sei „nicht vollumfänglich nachvollziehbar“, heißt es in einem Papier des Kreisverbands. Den inzwischen vom Freistaat angedachten „baldigen“ dreispurigen Ausbau wertet die CDU im Sinne des Gesamtprojekts zwar als „ein Ergebnis“. Zugleich verweisen die Christdemokraten aber darauf, dass die Variante „mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen zukunftsweisenden Zustand darstellt“. Deshalb soll der Korridor der Trasse von vornherein so gestaltet werden, dass ein späterer vierspuriger Ausbau möglich ist.

Unterdessen braucht es aus Sicht der Union auch im Westen des Landkreises Bautzen eine leistungsfähigere Bundesstraße. Die CDU plädiert für einen dreispurigen Ausbau der Bundesstraße 97 zwischen Dresden und Hoyerswerda, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zugleich sei zwischen der A 13 und Straßgräbchen-Bernsdorf eine neue Verbindung nötig, um Kamenz und das Umland besser anzubinden. Eine ergebnisoffene Bewertung fordert die CDU bei den Plänen für eine Ortsumfahrung in Ottendorf-Okrilla. Dort will der Freistaat die B 97 am Ort vorbeiführen und somit das Zentrum der Großgemeinde entlasten. Dagegen regt sich Widerstand – auch bei Ottendorfer Unionsleuten. Sie befürchten mehr Nach- als Vorteile. Für Autofahrer aus Hoyerswerda würde sich die Fahrtzeit jedoch verkürzen. Deshalb wird das Vorhaben von etlichen Mitgliedern des Kreisverbandes befürwortet. (SZ/sko)

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