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Montag, 13.11.2017

Caren Lay fordert Spreehotel-Rettung

Weil ihm Zuschüsse verwehrt werden, schmeißt der Betreiber hin. Die Stadt Bautzen sollte ihm unbedingt entgegenkommen, meint die Linken-Politikerin.

Peter Kilian Rausch vor dem Spreehotel Bautzen
Peter Kilian Rausch vor dem Spreehotel Bautzen

© Uwe Soeder

Bautzen. Die Entscheidung der Stadt Bautzen, dem Spreehotel keinen Zuschuss für die Flüchtlingsarbeit zu geben, wird von der Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Linke) scharf kritisiert. „Dass die Bautzner CDU- und Bürgerbündnis-Stadträte dem Spreehotel die Finanzierung verweigern, setzt einer langen Kette des Versagens im Umgang mit Flüchtlingsunterstützern in Bautzen die Krone auf“, sagt die Politikerin.

Statt sich über die engagierte Arbeit zu freuen, sei das Projekt von Anfang an torpediert worden. Dabei müsste es zuallererst darum gehen, dass Menschen, die nach Bautzen kommen, gut integriert werden. Dafür würden diese Menschen Unterstützung brauchen. „Es wird dem Ruf der Stadt Bautzen nicht gerade nützen, wenn ein erfolgreich geführtes Integrationszentrum schließen muss“, sagt sie und fordert die Rettung des Spreehotels.

Caren Lay hofft, dass die Stadträte von CDU und Bürgerbündnis ihre Entscheidung korrigieren und sich für eine Integrationseinrichtung in Bautzen aussprechen.

Die Bundestagsabgeordnete verweist auch auf die gute Arbeit, die Peter-Kilian Rausch, Betreiber des Spreehotels, geleistet hat. „Wenn Herr Rausch Bautzen nun verlassen will, finde ich das höchst bedauerlich und halte es für einen riesigen Verlust für diese Stadt“, sagt sie. (SZ)