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Dienstag, 02.01.2018

Bummelei am Bahnhof

Seit Jahren verkommt der Vorplatz zur S-Bahn-Haltestelle in Niedersedlitz. Ein schneller Baubeginn ist unwahrscheinlich.

Von Annechristin Bonß

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Pfützen, Schlaglöcher und Schwellen machen es Fußgängern und Fahrgästen in Bussen und S-Bahnen nicht leicht am Bahnhof Niedersedlitz.
Pfützen, Schlaglöcher und Schwellen machen es Fußgängern und Fahrgästen in Bussen und S-Bahnen nicht leicht am Bahnhof Niedersedlitz.

© Christian Juppe

An diesem Platz scheint die Zeit stillzustehen. Seit Jahren hat sich vor dem Bahnhof Niedersedlitz nichts getan. Schlaglöcher, Stolperfallen, Kopfsteinpflaster, Schwellen, Pfützen: Wer hier vom Auto in die Bahn steigt oder auf dem Weg zur S-Bahn ist, der hat es nicht leicht. Vor allem ältere oder gehbehinderte Menschen haben Probleme. Immer wieder wiesen Anwohner und Kommunalpolitiker auf den Missstand hin. „Doch noch immer hat sich nichts getan“, sagt FDP-Stadtrat Jens Genschmar.

Und tatsächlich macht ein Dokument aus der Stadtverwaltung kaum Hoffnung, dass Genschmar seine Kritik schnell wieder vergessen kann. Demnach sind dringlichere Prioritäten und fehlendes Personal Gründe dafür, dass die Planung für den Platz noch immer nicht abgeschlossen ist. Erste Zwischenergebnisse sollen im kommenden Jahr präsentiert werden. Eine Aussage, die bereits Ende 2016 in gleicher Weise an die Stadträte geschickt wurde. Damals versprach die Verwaltung im Jahr 2017 mit den Plänen fertig zu sein. Verständnis hat Jens Genschmar für die Bummelei keines mehr. Der Stadtrat hatte bereits Ende 2013 die Verwaltung beauftragt, die Pläne für den Platz voranzutreiben. Eine Bürgerversammlung sollte es geben. Doch immer wieder wurde seitdem der Zeitplan verschoben, immer wieder mussten sich die Anwohner vertrösten lassen.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben jedenfalls ihre Hausaufgaben gemacht. „Wir haben die geforderte Stellungnahme abgegeben“, sagt Sprecher Falk Lösch. Demnach sollen die Bahnen auch nach einem Neubau des Platzes in der Richtung um den Platz fahren, wie sie es jetzt auch tun, nämlich links herum. Ob die Stadtplaner diesem Wunsch folgen, bleibt offen. Würden die Bahnen rechts herum fahren, würde der Wartungsbedarf für die neuen Gleise größer sein. Grund für große Eile haben die DVB nicht. „Wir sind an einer modernen Lösung interessiert“, sagt Falk Lösch. Allerdings gibt es andere Gleisanlagen in der Stadt, die dringender rekonstruiert werden müssten. Ob tatsächlich 2018 die Pläne für den Bahnhofsvorplatz vorliegen, ist fraglich. Die nächste Frist für die Kontrolle endet jedenfalls Ende Oktober.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Stadtrandbewohner

    Vieleicht sollte hier, gleich erst mal über einen Radweg am Bahnhof nachgedacht werden...das " läuft" ja gerade gut in Dresden :-) der könnte dann auch gern noch entlang der Lockwitztalstrasse weiter geführt werden... so ist es eben am Tellerrand von Dresden.

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