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Montag, 14.05.2018

Budissa feiert den Klassenerhalt

Mit dem Sieg bei Altglienicke landet Bautzen auf Rang 14. Tony Schmidt bejubelt das 13. Saisontor und sieht Gelb-Rot.

Von Jürgen Schwarz

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Abpfiff und Freude über den Verbleib in der Regionalliga Nordost bei Bautzens Coach Torsten Gütschow (links), seinem Co-Trainer Stefan Fröhlich und Mannschaftsleiter Daniel Jesinghaus.
Abpfiff und Freude über den Verbleib in der Regionalliga Nordost bei Bautzens Coach Torsten Gütschow (links), seinem Co-Trainer Stefan Fröhlich und Mannschaftsleiter Daniel Jesinghaus.

© Torsten Zettl

In der 71. Minute sieht Bautzens Torschütze Tony Schmidt (rechts) die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Michael Wilske.
In der 71. Minute sieht Bautzens Torschütze Tony Schmidt (rechts) die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Michael Wilske.

© Torsten Zettl

Fußball-Regionalliga. Die FSV Budissa Bautzen startet am letzten Juli-Wochenende in ihre fünfte Regionalliga-Saison. Mit dem 1:0 (1:0)-Sieg vor 417 Zuschauern bei der bis dato punktgleichen VSG Altglienicke kletterte die Mannschaft des Trainerduos Torsten Gütschow und Stefan Fröhlich am letzten Spieltag der Saison 2017/18 auf den so wichtigen 14. Tabellenplatz – der den Ligaverbleib garantiert. Altglienicke muss nun auf Energie Cottbus – 3:0-Sieger in Neugersdorf – hoffen. Setzen sich die Lausitzer in der Aufstiegsrelegation durch, bleibt auch die VSG in der 4. Liga.

Drei Teams kämpfen um ihren Platz

Zum Saison-Halali drehte sich fast alles um die Frage, wer in der Endabrechnung auf Platz 15 einkommt und damit noch zwei Wochen warten muss, ehe feststeht, ob diese Platzierung für den Viertligaverbleib reicht oder den Gang in die Oberliga bedeutet. Um 13.30 Uhr wurde am Sonnabend der Dreikampf zwischen der VSG Altglienicke, Budissa Bautzen (jeweils 38 Punkte) und Viktoria Berlin (39) eröffnet. Die ungünstigste Ausgangsposition hatte Bautzen aufgrund der schlechtesten Tordifferenz der drei Teams. Viktoria empfing Auerbach und wäre nur mit einer sehr hohen Heimniederlage und bei einem Unentschieden zwischen Altglienicke und Bautzen noch in die Bredouille gekommen.

Nach sieben Minuten Spielzeit hatte sich die Situation zugunsten der Budissen verändert, denn Bautzen ging durch einen sehenswerten Freistoß von Tony Schmidt (13. Saisontor) in Führung. Zu diesem Zeitpunkt standen die Spreestädter sogar auf Rang 13 und Gastgeber Altglienicke auf dem 15. Platz. In der 17. Minute bejubelte Viktoria die Führung und schob Budissa auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Für Bautzen bestand keine Gefahr, so lange die Führung Bestand haben würde. Die Budissen sicherten den knappen Vorsprung problemlos bis zum Halbzeitpfiff, weil die Defensive um Torhüter Maik Ebersbach – nach Rotsperre wieder zwischen den Pfosten – vor der Pause fehlerlos agierte.

Nach 70 Minuten führte Viktoria Berlin gegen Auerbach mit 4:2. Die 42 Zähler waren für Altglienicke und Bautzen selbst mit einem Sieg nicht mehr erreichbar. Im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark verpasste Schmidt das 2:0 für Budissa nur um Haaresbreite (59.). So ging die Zitterpartie weiter, obwohl Louis Stüwe nach einer groben Unsportlichkeit (63.) die Rote Karte sah. In Unterzahl mobilisierte Altglienicke dennoch alle Kräfte und ging volles Risiko in der Offensive. Für Hoffnung bei den Gastgebern sorgte ausgerechnet Torschütze Tony Schmidt, der nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah (71.). Dennoch behielten die Bautzener den Kopf oben, wirkten im Abwehrverhalten stabil und setzten das taktische Konzept bis zum Abpfiff konsequent um.

Am Ende steht der Klassenerhalt, der für die FSV Budissa nicht hoch genug zu bewerten ist. „Wir haben es sehr spannend gemacht, aber am Ende sieht man, was möglich ist, wenn in einem kleinen Verein alle, vom Präsidenten bis zur Putzfrau, zusammenhalten“, erklärte Bautzens Coach. Beeindruckt war Gütschow vom Auftritt seiner Jungs, denen er noch drei Tage zuvor in Halberstadt (1:5) die notwendige Einstellung zum Abstiegskampf abgesprochen hatte. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und kaum eine Chance des Gegners zugelassen. Natürlich haben wir es, wie in vielen anderen Spielen zuvor, verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Jetzt sind wir aber froh, dass jetzt der Stress und der Druck vorbei sind. Alle bei Budissa können stolz sein, dass wir es geschafft haben, die Klasse zu halten.“

In der Endabrechnung sicherte sich Wacker Nordhausen noch die Vizemeisterschaft, allerdings mit sage und schreibe 31  Punkten Rückstand auf Energie Cottbus. Auf den Plätzen drei und vier landeten der Berliner AK und der BFC Dynamo. Als Absteiger standen schon vor dem 34. Spieltag Luckenwalde, Neustrelitz und Chemie Leipzig fest.

Budissa spielte mit: Ebersbach - Kunze, Hoßmang, Hausdorf, Heppner - Pfanne, Patka - Mack (90. Krautschick), Schmidt, Milde (76. Müller) - Bönisch (63. Weiß).