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Dienstag, 14.11.2017

Boxspringbetten: Ist der Hype um das amerikanische Bett gerechtfertigt?

Was man früher nur aus amerikanischen Serien

Bild: Pixabay.com © shadowfirearts (CC0 1.0
Bild: Pixabay.com © shadowfirearts (CC0 1.0

oder Filmen kannte, hält seit einiger Zeit auch Einzug in deutsche Schlafzimmer. Die Rede ist von dem Boxspringbett. Dabei sollen Boxspringbetten nicht nur toll aussehen, sondern auch gut für den Rücken und obendrein hygienisch sein. Aber stimmt das?

So ist ein Boxspringbett aufgebaut

1. Ein Boxspringbett ist rückenfreundlich

Wer wissen will, wie es um die vielen Vorzüge eines Boxspringbettes bestellt ist, der sollte auch den Aufbau kennen. Sofort ins Auge springt dabei das komfortable Kopfteil, das höher ist, als bei den meisten herkömmlichen Betten. Der Vorteil: Lesen, Fernsehen und sogar Frühstücken im Bett wird dadurch sogar noch entspannter, weil der Rücken optimal unterstützt wird. Ein zusätzliches Kissen, das den Kopf unterstützt, braucht man häufig nicht. Daneben ist ein Boxspringbett auch noch aus einem anderen Grund rückenfreundlich: Der Federkern, die den Unterbau des Bettes bildet, kann den Rücken in ganz besonderer Art und Weise entlasten. Anders als Lattenroste bei herkömmlichen Betten, ist ein Federkern punktelastisch und kann den Rücken genau an der Stelle entlasten, wo es gebraucht wird, da sich die gesamte Matratze an die jeweils individuelle Form des Menschen anpassen kann. Die meisten Boxspringbetten haben sogar zwei Federkernelemente, damit wird der Schlafkomfort sogar noch einmal verdoppelt, da der Körper noch stärker entlastet werden kann. Boxspringbetten mit einem solchen Unterbau sind besonders für Menschen mit einem hohen Körpergewicht geeignet.

2. Boxspringbetten sind langlebig

Die Konstruktion aus Federkernelement und Matratze hat noch einen weiteren Vorteil: Im Gegensatz zu Betten, die mit einem Lattenrost ausgestattet sind, wird in einem Boxspringbett der Druck, der durch das Körpergewicht ausgeübt wird, gleichmäßig abgeleitet. Das schont die Matratze, die dadurch nicht so stark an bestimmten Stellen belastet wird was dazu führt, dass sie sich nicht so schnell abnutzt und die berühmten Liegekuhlen bildet.

3. Boxspringbetten haben eine komfortable Höhe

Die meisten Boxspringbetten haben eine beachtliche Höhe und sind damit nicht nur was das Design angeht ein echter Hingucker: Mit einem halben Meter Höhe machen sie auch einen Einstieg sehr leicht. Zusätzlich dazu wirkt das hohe Kopfteil unterstützend für den Rücken und kann auch das Bindegewebe entlasten. Gerade für ältere Menschen, die Probleme beim Ein- und Aussteigen aus dem Bett haben und eine Unterstützung beim Sitzen bequem empfinden, kann ein Boxspringbett eine gute Wahl sein.

4. Boxspringbetten überzeugen mit einem ausgezeichneten Schlafklima

Neben der guten Punktelastizität und damit Rückenfreundlichkeit, schwören Viele auf das gute Schlafklima des Boxspringbettes. Der Grund dafür liegt wiederum im Aufbau. Im Gegensatz zu herkömmlichen Betten, bei denen die Matratze auf einem Holzlattenrost aufliegt, fehlt bei einem Boxspringbett diese Holzkonstruktion. Die Matratze wird damit komplett belüftet und die Luft kann sehr gut zirkulieren. Gerade für Menschen, die nachts viel schwitzen kann das sehr angenehm sein, da Feuchtigkeit und Wärme optimal entweichen können. Die Luftzirkulation lässt sich durch atmungsaktive Materialien für Matratze und Unterbau unterstützen.

So ist ein Boxspringbett aufgebaut

1. Statt Lattenrost gibt es einen Unterbau

Hat man bei einem herkömmlichen Bett einen Lattenrost, der die Matratze an Ort und Stelle hält, erfüllt bei einem Boxspringbett der sogenannte Unterbau diese Funktion. Der begegnet auch unter dem Namen Untermatratze, Polsterbett oder eben auch namensgebend Boxspring. Bei dieser Konstruktion liegt ein hochwertiges System aus Federkern (Taschen- oder Bonell) auf einem Rahmen auf, der aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann. In der Regel ist er aber aus Holz oder Metall gefertigt. Der große Unterschied zu einem herkömmlichen Bett liegt nun darin, dass dieses System nur an den Seiten durch den Rahmen an Ort und Stelle gehalten wird. Die Luft kann damit ungehindert durch das Polsterbett hindurch zirkulieren. Auf diese Untermatratze legt man die eigentliche Matratze auf.

2. Die zweite Matratze

Auf der Unterbettkonstruktion liegt die eigentliche Matratze auf. Da nun gewissermaßen zwei Matratzen übereinander liegen, ist ein Boxspringbett sehr bequem und rückenfreundlich, da es sich punktelastisch an den Menschen, der darauf schläft, anpasst.

3. Auf die Matratze kommt ein Topper

Topper gibt es für alle Matratzenarten und daher auch für die Matratze eines Boxspringbettes. Der Vorteil: Man liegt noch weicher, da man noch eine zusätzliche Schicht auf die Matratze packt. Außerdem wird die Matratze durch den Topper geschont. Wer gerne im Bett frühstückt wird das zu schätzen wissen, denn geht einmal Kaffee daneben, wird er nicht direkt von der Matratze aufgesogen, sondern von dem Topper. Und den kann man meist ganz unproblematisch in der Waschmaschine waschen.

Aber nicht nur das: Wer es im Winter kuschelig warm mag, der kann sich einen Topper aus Schafschurwolle zulegen, der wärmt dann noch einmal zusätzlich von unten.

Auf den Geschmack gekommen? Das gibt es beim Kauf eines Boxspringbettes zu beachten

Die Vorzüge haben Sie überzeugt? Wenn Sie also nun mit dem Gedanken spielen, sich ein Boxspringbett zu kaufen, sollten Sie einige Dinge beachten:

1. Eine zweite Meinung einholen

Was man häufig nur von Ärzten kennt, ist auch bei größeren Anschaffungen immer eine gute Idee: Gehen Sie in unterschiedliche Möbelgeschäfte oder lassen Sie sich online bei verschiedenen Händlern beraten. So ist sichergestellt, dass Sie beim Kauf ihres Boxspringbettes möglichst viele Informationen bekommen.

2. Gehen Sie in den stationären Einzelhandel

Online zu bestellen, kann zwar verlockend sein, weil man ganz einfach und bequem von Zuhause aus die Ware ordern kann, bei einem Bett ist das aber nicht unbedingt von Vorteil. Denn hier gilt: Probeliegen. Gehen Sie daher unbedingt in den stationären Einzelhandel und probieren Sie unterschiedliche Boxspringbetten vor Ort aus. Nur so können Sie entscheiden, welches Modell das richtige für Sie ist.

3. Stellen Sie sich ihr Bett individuell zusammen

Im stationären Einzelhandel haben Sie die Chance, die Elemente, die Ihnen am besten gefallen, miteinander zu kombinieren. Möchten Sie vielleicht eine höhere Rückenlehne oder soll der Topper aus einem anderen Material sein? Dann lassen Sie sich ihr Boxspringbett nach ihren individuellen Wünschen kombinieren. So schlafen Sie maximal bequem.

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