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Montag, 26.06.2017

Bitcoin: Bedeutung der Kryptowährung steigt

Mit den Bitcoins wurde schon vor langer Zeit der Sprung zu digitalen Währungen gewagt, allerdings blieb der wirklich durchschlagende Effekt bis heute ein wenig aus.

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Bild: Bitcoins sind digitale Gelder, die den Markt in Zukunft im Sturm erobern sollen. | Bildquelle: GeniusKp - 540755671 / shutterstock.com
Bild: Bitcoins sind digitale Gelder, die den Markt in Zukunft im Sturm erobern sollen. | Bildquelle: GeniusKp - 540755671 / shutterstock.com
Bild: Die Technik hinter den Bitcoins ist nicht trivial verständlich, aber sehr zuverlässig und sicher. | Bildquelle: ESB Professional - 321517772 / shutterstock.com
Bild: Die Technik hinter den Bitcoins ist nicht trivial verständlich, aber sehr zuverlässig und sicher. | Bildquelle: ESB Professional - 321517772 / shutterstock.com

Nichtsdestotrotz gehen Experten zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sie die Bezahlung in Zukunft noch revolutionieren könnten. Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass in den nächsten dreizehn Jahren ein Anstieg des Bitcoin-Kurses auf 500.000 Dollar bevorsteht.

Kryptowährung Bitcoin ist ein weltweit verwendbares Zahlungssystem

Obwohl es die Kryptowährung Bitcoin schon zu einer erheblichen Bekanntheit gebracht hat, ist sie bei weitem noch nicht jedem in Deutschland ein Begriff. Während das Wort als solches englischen Ursprungs ist und mit „digitaler Münze“ ins Deutsche übersetzt werden kann, wird die Währung bei Geschäften im Internet eingesetzt. Zurück geht das Konzept schon auf das Jahr 2008, in dem in einem Dokument über Kryptographie erstmalig hiervon die Rede war. Ein Jahr später entstand daraufhin das Bitcoin-Netzwerk mit der Kreierung der ersten 50 Bitcoins. Vor allem unter Forex-Tradern wurde die digitale Währung in den folgenden Jahren immer beliebter. Doch was muss man sich eigentlich unter einer digitalen Währung genauer vorstellen?

1. Bitcoins bestehen aus einem Zahlungssystem, das mit einer Geldeinheit kombiniert wurde

2. Die Geldeinheit wird mit einer eigenen Software erstellt und verwaltet

3. Dezentrale Datenbanken zeichnen alle stattfindenden Transaktionen auf

Um nun mit Bitcoins erfolgreich Zahlungen abwickeln zu können, benötigt man entweder einen sogenannten Bitcoin-Klienten oder muss bei einem Onlinedienstleister etwas kaufen, der diese Funktionalität bereits implementiert hat. Schon jetzt wird anhand der Systematik deutlich: Mit Bitcoins kann praktisch jeder Mensch auf der ganzen Welt bezahlen, landestypische Grenzen stellen also keinerlei Hindernis dar.

Verbreitung von Bitcoin in den Bereichen Handel und Dienstleistungen

Am häufigsten werden Bitcoins momentan dazu verwendet, Waren und Dienstleistung zu bezahlen, aber auch Spenden können in dieser Währung abgegeben werden. In Deutschland gibt es nach aktuellem Stand etwas mehr als 100 Institutionen aus den unterschiedlichsten Branchen, die eine Zahlung mit Bitcoins akzeptieren. Anbei ein paar Beispiele derjenigen Online-Dienste, bei denen dies der Fall ist:

DiensteBrancheGründung

• Reddit
• Dell
• Expedia

• Online Community
• Informationstechnik
• Reisen

• 2005
• 1984
• 1995

Doch wer nun denkt, dass ausschließlich große Unternehmen und Konzerne eine Zahlung mit Bitcoins akzeptieren, der irrt. Einige Pizzalieferdienste lassen sich nämlich ebenfalls mit Bitcoins ihre Leistungen bezahlen. Außerdem war es im Jahr 2013 der Fall, dass sogar beim Kauf von Autos und Häusern oder zur Abgeltung von mietrechtlichen Offenständen Bitcoins genutzt werden konnten. Dennoch soll nicht verschwiegen werden, dass Bitcoins auch häufig als Zahlungsmittel in dem sogenannten Darknet zum Einsatz kommen. Das Darknet ist derjenige Teil des Internets, der durch einen losen Verbund vieler privater Computer am Leben gehalten wird. Diese sind im Rahmen eines Peer-to-Peer-Netzwerkes miteinander verbunden, sodass Daten verschlüsselt übertragen werden können. Der Zugang zum Darknet kann über das Tor-Programm erfolgen, welches in der Technischen Universität Dresden entwickelt wurde.

Technik hinter der Bitcoin-Währung ist sehr aufwendig und spezifisch

Wie bereits dargelegt worden ist, basiert die autorisierte Zahlungsabwicklung mit Bitcoins auf einem Peer-to-Peer-Netz in Verbindung mit der Nutzung der Blockchain-Technologie. Die "Blockkette" ist dabei das Journal, in dem alle Transaktionen verzeichnet werden. Jedoch ist es gerade ein systemimmanentes Merkmal, dass weder der Absender noch der Empfänger bei einer Bitcoin-Transaktion offengelegt werden. Dennoch funktionieren die einzelnen Transaktionen für die teilnehmenden Nutzer praktisch wie herkömmliche Banküberweisungen. Der Aspekt, der dafür sorgt, dass alles anonym bleibt, ist die Bitcoin-Adresse. Dieser muss der Zahlungssender vor der Initiierung der eigentlichen Transaktion eingeben, denn ansonsten kann diese nicht erfolgen. Die Bitcoin-Adressen selbst werden von dem entsprechenden Client generiert:

    1. Ist eine Transaktion einmal abgeschlossen worden, ist eine Rückabwicklung nicht mehr möglich
    2. Ein Verfahren, das mit dem herkömmlichen Lastschriftverfahren vergleichbar ist, existiert im Rahmen des Bitcoin-Zahlungsverkehrs nicht

Teil einer jeden Transaktion müssen die folgenden Elemente sein:

  • Adresse als Eingabe
  • Adresse als Ausgabe
  • Betrag
  • Signatur
  • Verwaltung

Alle Transaktionen werden absenderseitig mit einem privaten Schlüssel signiert, damit einmal getätigte Transaktionen nicht zwischenzeitlich noch geändert werden können.

Bitcoins waren schon häufiger in den Medien und wurden kritisiert

Schaufenster
Infografik: Bitcoin wird übersetzt mit digitaler Münze und das Einsatzgebiet ist der moderne Zahlungsverkehr. Infografikquelle: sz-online.de

In Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Bitcoin-Währung darf man zum jetzigen Zeitpunkt äußerst gespannt sein. Erst kürzlich berichtete beispielsweise die Newsplattform BTC-Echo, dass der Bitcoin bis zum Jahr 2030 einen Wert von 500.000 Dollar erreichen könnte. Unter Forex-Tradern sorgte die Währung im Jahr 2013 für Aufsehen, als der Wert in nur einem Jahr von 13 US-Dollar auf 1000 US-Dollar anstieg. Gleichermaßen sollen in den kommenden Jahren ca. 50 Prozent derjenigen Transaktionen, die mithilfe eines Smartphones angestoßen werden, durch digitale Währungen geschehen. Zu vermuten ist, dass als Zielmarkt vor allem Europa, Asien und die USA ganz vorne rangieren. Trotz aller Euphorie gab es jedoch auch schon einmal die eine oder andere negative Schlagzeile bei den Bitcoins:

    1. Immer mal wieder sieht sich Bitcoin dem Vorwurf der Nutzung eines Ponzi-Schemas ausgesetzt, was mit einem Schneeballsystem vergleichbar ist
    2. Kritiker äußern außerdem, dass das Bitcoin-System nur dann Gewinne erzielen könne, wenn neue Käufer Bitcoins zu höheren Preisen erwerben

Letztlich stellt der Ankauf nennenswerter Beträge in Bitcoins zum jetzigen Zeitpunkt vor dem Hintergrund des Gesagten eine riskante Investition dar, die sich entweder sehr stark rechnen kann oder zum Verlust führt. Abzuwarten wird außerdem bleiben, ob es eventuell zu einer staatlichen Regulierung als Maßnahme gegen Geldwäsche kommen wird, die sich unmittelbar auf die Potenzialentwicklung von Bitcoin auswirken wird.

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