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Donnerstag, 07.12.2017

Bimmel könnte ins Warme umziehen

Der Tierschutzverein Leisnig bietet eine Überwinterung in Döbeln an. Und stößt auf Widerstand.

Von Jens Hoyer

Katze Bimmel schläft in einem Häuschen hinter dem Kiosk am Hauptbahnhof. Jetzt machen sich viele Leute Sorgen um ihre Zukunft.
Katze Bimmel schläft in einem Häuschen hinter dem Kiosk am Hauptbahnhof. Jetzt machen sich viele Leute Sorgen um ihre Zukunft.

© Archiv/André Braun

Döbeln. Was wird aus Bimmel? Die Tierfreunde sind sich über das Schicksal der 20  Jahre alten Katze vom Hauptbahnhof uneins. Am Mittwoch hat sich auch Rosi Pfumfel, Chefin des Leisniger Tierheims, beim Döbelner Anzeiger gemeldet. „Wir haben uns vor geraumer Zeit darum bemüht, sie aufzunehmen“, sagte sie. Allerdings will sie Taxifahrerin Renate Günzel, die sich mit anderen Leuten um die Katze kümmert, lieber dort belassen, wo sie seit 16 Jahren lebt: in ihrem Schlafhäuschen hinter dem Bahnhofskiosk.

Dessen neuer Besitzer möchte auch aus hygienischen Gründen die Katze gern weghaben. Die Überlegung von Renate Günzel: Das Katzenhaus könnte ein paar Meter abseits aufgestellt werden (DA berichtete).

Rosi Pfumfel hat aber Bedenken, dass die Katze den Winter nicht verkraftet. „Sie wird immer wieder dahin zurückgehen, wo sie gelebt hat. Das könnte ihr Untergang sein.“ Der Plan: Die Katze könnte bei Annelies Herrmann, der ehemaligen Chefin der Katzenhilfe, einziehen. „Wenn es nicht gut gegangen wäre, hätten wir sie auch wieder rausgesetzt. Das Angebot steht immer noch. Es ist tierschutzgerechter, wenn sie die letzten Winter, die sie noch hat, im Warmen verbringen kann“, so Rosi Pfumfel.

Marlies Pryzbilla, Chefin des Ostrauer Tierheims, hat keine Bedenken, die Katze draußen überwintern zu lassen. Die Tiere kämen mit der Kälte gut zurecht. „Wenn wir sie ins Tierheim holen, wäre das ihr Todesurteil“, sagte sie dem DA.

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