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Samstag, 12.08.2017

Bewerben – so geht es richtig

Das Wunschunternehmen für die Ausbildung ist schnell gefunden. Die Arbeit beginnt danach. Dazu einige Tipps.

Von Julia Schneider

Vieles hängt auch von der Qualität der Bewerbungsmappe ab. Da sollte man durchaus etwas mehr Fleiß investieren, meint die Autorin aus der SZ-Jugendredaktion, die derzeit am BSZ in Kamenz lernt. Die wird ihre Erkenntnisse also noch öfter selbst anwenden in ihrem Leben. Aber da gibt es ja auch Erfahrungswerte der Älteren.
Vieles hängt auch von der Qualität der Bewerbungsmappe ab. Da sollte man durchaus etwas mehr Fleiß investieren, meint die Autorin aus der SZ-Jugendredaktion, die derzeit am BSZ in Kamenz lernt. Die wird ihre Erkenntnisse also noch öfter selbst anwenden in ihrem Leben. Aber da gibt es ja auch Erfahrungswerte der Älteren.

© Julia Schneider

Kamenz. Die Schulzeit ist zu Ende. Viele haben ihren Ausbildungsplatz gefunden. Doch vor der Bewerbungszeit ist nach der Bewerbungszeit. Die künftigen zehnten Klassen müssen bald ihre Mappen zusammenstellen und an die Wunschunternehmen schicken. Doch was muss alles bei einer Bewerbung beachtet werden? Überall gibt es versteckte Fettnäpfchen, in die jeder nur allzu leicht treten kann. SZ-Jugendredakteurin Julia Schneider hat selbst gerade die Oberschule abgeschlossen und gibt Tipps, die ihr vermittelt wurden.

Tabellarischer Lebenslauf: Weniger ist mehr

Das Wichtigste beim Schreiben eines Lebenslaufes ist der Aufbau. An erster Stelle werden die persönlichen Daten aufgelistet. Der zweite Punkt ist die Schulbildung. Hier ist zu beachten, dass eine chronologische Reihenfolge eingehalten wird. Praktische Erfahrungen. Hier werden Praktika oder Ferienjobs erwähnt. Die Aufgaben, welche dabei ausgeführt wurden, sollten noch stichpunktartig erklärt werden. Als Nächstes wird auf besondere Kenntnisse und Fähigkeiten eingegangen. Diese können unter anderem Sprach- oder Computerkenntnisse sein. Doch dabei ist Vorsicht geboten, wer beispielsweise „gute Englisch Kenntnisse“ angibt, muss im Fach Englisch eine Zwei auf dem Zeugnis stehen haben. Ansonsten ist das eine falsche Angabe und hinterlässt keinen guten Eindruck. Am Ende werden noch sonstige Leistungen aufgezählt. Der letzte Punkt sind die Hobbys und Interessen. Hier können auch Vereine genannt werden. Es reicht vollkommen aus, wenn drei bis vier Hobbys angegeben werden. Zum Schluss sind ein aktuelles Datum und die Ortsangabe wichtig. Die Unterschrift muss mit blauer Farbe erfolgen. Schwarze oder rote Tinte ist ein absolutes No-Go. Auf den Lebenslauf gehört auch ein schönes Bewerbungsfoto in die rechte obere Ecke. Dies sollte unbedingt von einem guten Fotografen gemacht werden.

Bewerbungsanschreiben: Übersichtlich und gut strukturiert

Das Anschreiben ist das Erste, was der Arbeitgeber bei einer Bewerbung zu Gesicht bekommt. Darum muss es übersichtlich und strukturiert sein. Das aktuelle Datum und der Ort stehen rechtsbündig über dem Betreff und unter der Anschrift. Bei der Anrede ist es besser, den Namen des Arbeitgebers zu verwenden. Wenn er nicht bekannt ist, verwendet man stattdessen die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Mit Wortgewandtheit und guten Argumenten überzeugen

Bei dem Anschreiben ist es wichtig, aus der Masse heraus zu stechen. Man sollte versuchen, mit Wortgewandtheit und sicheren Argumenten zu überzeugen. Was und wie geschrieben wird, ist einem selbst überlassen. Es muss nur überzeugend sein. Aber aufpassen: Das Anschreiben muss auf eine A4 Seite passen. Das bedeutet, es müssen kurze und treffende Angaben gemacht werden. Auf jeden Fall sollte genannt werden, wie man gerade auf diesen bestimmten Betrieb gekommen ist. Beispielsweise durch einen Tag der offenen Tür. Auch sollten noch Gründe für die Berufswahl genannt werden. Persönliche Stärken sollten hervorgehoben werden und an einem Beispiel begründet werden. Dabei gilt, nicht angeben oder prahlen, sondern einfach normal schreiben, ohne zu übertreiben. Den Abschluss bilden der Name und die Unterschrift des Bewerbers. Für die gesamte Bewerbung gilt: keine Rechtschreibfehler, wenn der Arbeitgeber viele Fehler sieht, dann schaut er sich die Bewerbung gar nicht erst an.

Bewerbungsmappe: Der erste Eindruck ist entscheidend

Heute setzen viele Arbeitgeber auf Online-Bewerbungen. Daher wird die Bewerbungsmappe häufig nicht mehr benötigt. Wer sich dennoch mit einer Mappe bewirbt, sollte auf vieles achten. Das beginnt schon bei der Auswahl der Mappe selbst. Es wird eine dreiteilige Bewerbungsmappe verlangt. Diese sollte sauber und gepflegt aussehen, denn der erste Eindruck ist meist entscheidend. Auf die erste Seite kommt das Anschreiben, in die Mitte kommt der Lebenslauf und auf die letzte Seite muss dann eine beglaubigte Zeugniskopie. Es können noch zusätzlich Kopien von Urkunden oder Auszeichnungen unter der Zeugniskopie beigelegt werden.

Julia Schneider (17) aus dem Haselbachtal ist Mitglied der Jugendredaktion der SZ in Kamenz. Regelmäßig schreibt sie auch für die Lokalausgabe.

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