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Donnerstag, 12.10.2017

Betreiber muss im Arnhold-Bad nachbessern

Vor zwei Monaten wurde die sanierte Halle eröffnet. Einige Nutzer haben Mängel gemeldet. Die Bäder GmbH will reagieren.

Von Juliane Richter

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Nagelneu wurde der Innenraum des Arnhold-Bades gestaltet und Anfang August eröffnet. Auf dem Durchgang hinter dem Kinderbecken sind seitdem mehrmals Besucher gestürzt.
Nagelneu wurde der Innenraum des Arnhold-Bades gestaltet und Anfang August eröffnet. Auf dem Durchgang hinter dem Kinderbecken sind seitdem mehrmals Besucher gestürzt.

© Christian Juppe

Nasse Fliesen und schnelle Kinderfüße vertragen sich nicht immer. Das hat sich mehrmals im frisch sanierten Georg-Arnhold-Bad gezeigt. SZ-Leser Daniel Senger hat wiederholt beobachtet, wie Kinder zwischen dem Nichtschwimmer- und dem Kleinkindbecken gestürzt sind. Er hat sich darüber bei dem Betreiber, der Bäder GmbH, beschwert.

Dort will man sich des Problems annehmen, verspricht Sprecherin Dörte Gregor. „Allerdings entsprechen die verwendeten Fliesen der Norm und gehören zu jenen, die am wenigsten rutschig sind“, sagt sie. Es sei auch Sache der Kinder, im Bad nicht zu rennen. Was Kindern aber natürlich schwer zu vermitteln sei, wirft sie verständnisvoll ein. Die GmbH prüft derzeit, ob sie an der entsprechenden Stelle etwas auf die Fliesen aufbringen lassen kann, sodass diese rauer werden. „Ein Stück weit wird die Halle natürlich auch rutschiger, weil wir einige Schrägen für Rollstuhlfahrer eingebaut haben“, sagt Gregor. Eine weitere Beschwerde betrifft den behindertengerechten Ausbau: Badbesucher Michael Muelenz hat vor Kurzem mit einem Behinderten die Behindertendusche benutzt. Vor der Modernisierung seien die Duschen und Umkleidemöglichkeiten räumlich optimal aufgeteilt gewesen. Mittlerweile sei die Dusche nicht mehr abgetrennt, sodass Wasser auf die benachbarte Liege spritze. Dörte Gregor ist dankbar für die Hinweise. „Wenn es in diesem Fall allein darum geht, eine Duschabtrennung zu installieren, werden wir das natürlich machen. Manche Dinge fallen erst bei der Nutzung auf.“

So habe sich in den vergangenen Wochen zum Beispiel auch gezeigt, dass es in den Duschen und Umkleiden keine niedrigen Haken für Kinder oder Schüler gab. Hier wurde nachgebessert. Und auch das Kassensystem, das anfangs noch nicht richtig funktioniert hat, laufe mittlerweile. Einen anderen Kritikpunkt von Badnutzer Michael Muelenz wird die Bäder GmbH jedoch nicht beheben: Er bemängelt, dass der Whirlpool bei der Modernisierung abgeschafft wurde. Dieser sei gerade für Behinderte zum Aufwärmen nach dem Schwimmen ideal gewesen. Gregor ist dieses Argument bekannt, auch von Familien mit Kindern. Der Whirlpool wurde aber aus hygienischen Gründen bewusst abgeschafft, weil sich hier bei warmen Temperaturen Bakterien schnell vermehren.

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 15 Kommentare

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  1. Ernst Haft

    Also, den Kindern beizubringen, daß sie in einem Schwimmbad nicht rennen soll(t)en, das ist schon schwer.

  2. Bademeister

    Stimmt, dehalb hat es ja zu DDR-Zeiten massenhaft schwerverletzte Kinder in den staatseigenen Badeanstalten gegeben. Klingelts?

  3. Mo H.

    @3 Zu DDR-Zeiten wurden Kinder auch ordentlich und richtig erzogen, im Gegensatz zu heute. Klingelts?

  4. Mutti

    Ab einem bestimmten Alter kann man Kindern beibringen, nicht zu rennen. Manche brauchen dazu auch erstmal einen ordentlichen Ausrutscher, dann klappts. Für kleine Kinder gibt es festsitzende Badeschuhe. Die sind auch im Kinderbecken von Vorteil, weil sehr keine Kinder auch dort ausrutschen können.

  5. Adrian

    Das Problem mit dem Whirlpool verstehe ich nicht. Wie machen das denn andere Bäder?

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