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Freitag, 29.12.2017 Kommentar

Bessere Betreuung darf mehr kosten

SZ-Redakteurin Julia Vollmer über die höheren Kita-Beiträge in Dresden.

Von Julia Vollmer

SZ-Redakteurin Julia Vollmer
SZ-Redakteurin Julia Vollmer

© Ronald Bonß

Die spielen doch nur den ganzen Tag und malen Bilder aus. Diese und ähnliche respektlose Bemerkungen über Erzieher sind oft zu hören. Doch so ist es nicht. Es ist ein bereichernder Job, der aber auch sehr anstrengend ist. Deshalb ist es wichtig, dass Erzieher angemessen bezahlt werden. Es ist richtig, die Löhne anzuheben und die Kosten auf die Eltern umzulegen. Die Beiträge in Dresden liegen im bundesweiten Durchschnitt.

Auch das Senken des Betreuungsschlüssels ist der richtige Weg. Unsere Kinder sind das Wichtigste, und sie sollten uns das Geld wert sein. Weniger Kinder pro Erzieher bedeutet mehr Förderung für jedes Einzelne.

Jetzt ist es wichtig, dass die Mädchen und Jungen sowie die Eltern im Alltag wirklich etwas davon spüren. Denn nach wie vor ist es Realität, dass die Erzieher nicht zwölf Kindergartenkinder betreuen, wie laut Schlüssel vorgegeben, sondern oft deutlich mehr. Denn auch Erzieher sind mal krank oder im Urlaub. Und auch zwölf Kinder sind immer noch zu viele für einen Pädagogen. Hier brauchen die Kitas mehr Spielraum, um ausreichend Personal einzustellen. Denn Sachsen gehört beim Schlüssel immer noch zu den deutschen Schlusslichtern. Mehr Erzieher sind gut, es müssen noch weitere folgen. Und diese dürfen auch Geld kosten.

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