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Mittwoch, 03.01.2018

Bautzens höchster Turm vorm Abriss

Am ehemaligen Heizkraftwerk in Teichnitz beginnen schon bald die Abbrucharbeiten. Doch nicht alles kommt weg.

Jahrzehntelang hat das Teichnitzer Heizkraftwerk Bautzen mit Wärme versorgt.
Jahrzehntelang hat das Teichnitzer Heizkraftwerk Bautzen mit Wärme versorgt.

© Uwe Soeder

Bautzen. Der Plan steht. In diesem Jahr wird das Heizkraftwerk in Teichnitz Stück für Stück abgerissen. Wie die Enso jetzt mitteilt, werden die Abbrucharbeiten bereits im März starten und bis Dezember andauern. Allerdings fällt nicht der gesamte Bau den großen Abrissbaggern zum Opfer. „Rund die Hälfte der Gebäude kann stehenbleiben“, erklärt Enso-Sprecherin Claudia Kuba.

Für Büroräume, Lager oder Werkstätten sucht der Energielieferant derzeit noch Interessenten, die diese Häuser weiternutzen wollen. Einige Gebäude, wie die Pumpenhalle, werden von der Enso noch entkernt und gesäubert. Auch für sie wäre eine weitere Nutzung denkbar. Für den 110 Meter hohen Schornstein gilt das hingegen nicht. Bautzens höchster Turm wird Ende des Jahres verschwunden sein. Noch steht allerdings nicht fest, ob der Schornstein gesprengt oder einzeln abgetragen wird. Auch ein Dampferzeuger und das Kesselhaus will die Enso abreißen lassen.

Die 35 Jahre alte Heizkraftanlage in Teichnitz gehört schon lange der Enso. Sie wurde bislang aber von den Energie- und Wasserwerken Bautzen (EWB) genutzt. Doch mit dem Bau des neuen Heizkraftwerkes an der Thomas-Müntzer-Straße in Bautzen und der Umstellung auf die Fernwärme wird die Anlage nicht mehr benötigt. Der Bautzener Energieversorger hat deshalb seinen Liefervertrag mit der Enso gekündigt. Vor einem Jahr wurde der Betrieb schließlich eingestellt. (SZ/mho)