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Dienstag, 02.01.2018

Baum ohne Früchte gesucht

Hohnsteins Marktlinde muss gefällt werden. Welcher Baum stattdessen künftig dort steht, entscheidet sich noch.

Die Linde am Markt hat für die Hohnsteiner Symbolcharakter.
Die Linde am Markt hat für die Hohnsteiner Symbolcharakter.

© Dirk Zschiedrich

Hohnstein. Bis Ende Februar wird die Sommerlinde am Hohnsteiner Marktplatz gefällt. An ihrer Stelle soll ein neuer Baum gepflanzt werden. Eine abschließende Entscheidung zur Baumart sei noch nicht gefallen, sagt Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Denkbar seien vor allem Winterlinde, Trauben- oder Stieleiche oder Bergahorn. Aufgrund des Standortes liege der Vorzug eher auf Arten ohne störenden Fruchtabwurf.

Nach dem Beschluss, die morsche Linde zu fällen, hatten sich die Hohnsteiner Stadträte darauf geeinigt, einen einfach zu pflegenden wie auch langsam wachsenden Baum zu pflanzen. Darüber hinaus verfolgt die Stadt den Vorschlag von Einwohner Karl Pavlicek, die Hohnsteiner sollten für den neuen Baum Patenschaften übernehmen. Alle Paten werden dann auf einer Tafel aufgeführt, die am neuen Baum mit aufgestellt wird – zum Beispiel an der neuen „Hohnsteiner Bürgerlinde“. Im Rathaus kennt man auch die kritischen Stimmen und weiß um die Sensibilität des Themas. Sicherlich werde der Baum in seiner Pracht in den kommenden Jahren erst einmal fehlen, sagt der Bürgermeister. Aber jedes Ende berge auch einen Neuanfang. (SZ/aw)

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