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Mittwoch, 03.01.2018

Bauhof rückt Silvestermüll zu Leibe

Der Jahreswechsel verlief ruhig in der Stadt. Brennende gelbe Säcke und ein Graffiti-Sprayer waren die Aufreger.

Von Udo Lemke

Silvestermüll auf Straßen und Gehwegen ist das Zeichen für den Jahreswechsel. Die Stadt versucht, ihn so schnell als möglich zu beseitigen.
Silvestermüll auf Straßen und Gehwegen ist das Zeichen für den Jahreswechsel. Die Stadt versucht, ihn so schnell als möglich zu beseitigen.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Reste von Böllern – früher hieß es Knaller - liegen im Schnittgerinne am Straßenrand. Am schlimmsten sind dabei die roten Überbleibsel der sogenannten China-Böller. Deren Papierumhüllung ist so dünn, dass schon die Luftfeuchtigkeit genügt, um sie in einen gut an Straßenbelag und Gehwegplatten haftenden Brei zu verwandeln.

Diesen und anderen Hinterlassenschaften der feucht-fröhlichen Begrüßung des Jahres 2018 rückt der städtische Bauhof so schnell als möglich zu leibe. Zwar müssen laut Straßenreinigungssatzung, die jeweiligen Grundstückseigentümer für die Beseitigung des Silvestermülls sorgen. „Allerdings räumt der Bauhof nach Silvester, wo es möglich ist, auch die Gehwege mit“, erklärt Stadtsprecherin Katharina Reso. „Rund fünf Kubikmeter Silvestermüll hat der Bauhof bis jetzt bereits weggeräumt, dazu waren neun Mitarbeiter, sowie zehn Eurojobber im Einsatz, eine Kehrmaschine war unterwegs, aber einiges gibt es auch noch zu tun.“ Der Bauhofleiter Steffen Petrich habe den Eindruck, dass es jedes Jahr mehr werde, was weggeräumt werden müsse, so die Sprecherin.

Generell gilt jedoch die Straßenreinigungssatzung der Stadt aus dem Jahr 2012. Darin heißt es: „Die Reinigung umfasst vor allem das Beseitigen von Fremdkörpern, Verunreinigungen, Laub und Unkraut.“ Wer dem nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 500 Euro geahndet werden kann. Es geht vor allem darum, Verletzungsgefahr für Passanten zu vermeiden und zu verhindern, dass Unrat den Abfluss des Wassers in die Kanalisation blockiert.

Am Silvesterabend wurde die Feuerwehr gegen 20.30 Uhr zu einem Einsatz auf der Poststraße gerufen, wo gelbe Säcke in Brand geraten waren, erklärt Katharina Reso. „Sonst gab es aus Sicht der Feuerwehr keine besonderen Ereignisse in Meißen.“ Das bestätigt für die Stadtwerke Sprecherin Lilly Schütze. Nach Rücksprache mit den verantwortlichen Kollegen könne sie mitteilen, „dass wir weder Vandalismus-Schäden noch Störungen in der Silvesternacht zu verzeichnen hatten“.

Einen Fall von Vandalismus hat allerdings die Polizei aufgenommen. Am 1. Januar zwischen 13.40 und 14.40 Uhr nahmen nämlich Beamte des Polizeireviers Meißen einen Graffitisprayer (29) vorläufig fest: „Der junge Mann hatte einen Treppenaufgang zum Bahnhof am Neumarkt mit Graffiti verunziert. Ein Passant beobachtete den Vorfall und verständigte die Polizei. Die eingesetzten Beamten konnten den Tatverdächtigen auf dem Dr.-Eberle-Platz stellen“, teilte die zuständige Polizeidirektion Dresden mit. Der entstandene Schaden wird auf etwa 1 000 Euro geschätzt, die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Richtig böse Buben waren in der Silvesternacht in Taubenheim unterwegs: Gegen 2 Uhr „sprengten Unbekannte mit Pyrotechnik einen Zigarettenautomaten an der Alten Schulstraße. In der Folge stahlen die Täter eine unbestimmte Menge Zigaretten und Bargeld aus dem Gerät“.

Aber es gibt auch Positives zu berichten. Laut Ernst-Ulrich Boden, der für Feste und Märkte beim Gewerbeverein verantwortlich ist, sei es ein angenehmer, schöner und friedlicher Silvesterabend auf dem Markt gewesen, wo der Wintermarkt bis etwa 1 Uhr noch einmal gut gefüllt war.

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