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Freitag, 11.08.2017

Bauarbeiter haben längste Arbeitszeit

Ein Bauarbeiter in Sachsen schafft im Jahr durchschnittlich 1646 Stunden.
Ein Bauarbeiter in Sachsen schafft im Jahr durchschnittlich 1 646 Stunden.

© dpa

Dresden. Arbeit ist sehr ungleich verteilt, das zeigt der jüngste Vergleich aus dem Statistischen Landesamt in Kamenz: Ein Bauarbeiter in Sachsen schafft im Jahr durchschnittlich 1 646 Stunden. Dagegen sind im öffentlichen Dienst einschließlich Gesundheitswesen 1 360 Stunden der sächsische Durchschnitt. Diese Zahlen aus dem Jahr 2015 enthalten allerdings auch Teilzeit- und Minijobs – und die sind auf dem Bau seltener als bei Dienstleistern.

In der Stadt Leipzig sind die Arbeitszeiten am kürzesten: Die 1 402 Stunden im Jahr liegen deutlich unter den 1 414 Stunden in Dresden und den 1 423 Stunden im sächsischen Durchschnitt. Allerdings gibt es in Leipzig auch einen größeren Anteil Minijobber als in Sachsen insgesamt. Im Landkreis Meißen dagegen sind Teilzeit- und Minijobs vergleichsweise selten, deshalb ist dieser Kreis der Rekordhalter mit 1 446 Arbeitsstunden im Jahr pro Erwerbstätigen. Die Kamenzer Statistiker haben für ihre Berechnungen auch Berufe und Kreise zusammengebracht: Bauarbeiter im Kreis Mittelsachsen haben demnach das höchste Arbeitspensum, nämlich 1 646 Stunden.

Ein Vergleich über fünf Jahre zeigt, dass in Leipzig die Beschäftigung und die Arbeitszeit am stärksten gestiegen sind, gefolgt von Dresden. Im Vogtland ging die Arbeitszeit am stärksten zurück. Der Kreis Görlitz fällt in der Statistik auf, weil dort der Anteil der Teilzeitbeschäftigten am höchsten ist. (SZ/mz)

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