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Donnerstag, 11.01.2018 Kommentar

Autofreie Innenstadt diskutieren

Dass es im Dresdner Autoverkehr Veränderungen braucht, um die Luftqualität zu verbessern, ist klar. Kay Haufe vermisst aber einen umfassenden Plan, wie das geschehen kann.

Von Kay Haufe

SZ-Redakteurin Kay Haufe.
SZ-Redakteurin Kay Haufe.

© Sven Ellger

Das Thema Verkehr birgt enorm viel Sprengstoff. Jeder fühlt sich sofort in seiner Freiheit eingeschränkt, wenn Radwege gesperrt, Autofahrspuren reduziert und Tempolimits eingeführt werden sollen. Jeder ist betroffen, weil wir uns alle in der größer werdenden Stadt fortbewegen müssen. Zeit, die wir im Stau oder durch Umwege verlieren, fehlt uns für Arbeit oder Freizeit.

Aus meiner Sicht braucht Dresden einen umfassenden Plan, wie der Verkehr künftig aussehen soll. Statt regelmäßig die Parkgebühren im Zentrum zu erhöhen, müsste öffentlich diskutiert werden, ob wir eine autofreie Innenstadt wollen. Dafür müsste es auch mehr Park+Ride-Plätze geben, doch in Bühlau ist seit dem Wegfall 2014 noch immer keinen Ersatz gebaut worden, obwohl der Bedarf sehr groß ist.

Es braucht neue Ideen, um die Luftqualität zu verbessern. Da werden zig neue Tempo-30-Zonen nichts ändern, zumal viel zu selten Kontrollen stattfinden. Dass es mit weniger Verkehr in der Innenstadt funktionieren kann, haben die Sonnabende gezeigt, an denen die Wilsdruffer Straße wegen des Striezelmarktes gesperrt war.

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