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Dienstag, 15.05.2018

Aufregung um Schüler-Plakat

Zu einer Gesprächsrunde mit ehemaligen Häftlingen wird auch eine Arbeit mit Reichsflagge gezeigt. Daran gibt es Kritik.

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Gedenkstätten-Leiter Jens Nagel weist den Vorwurf zurück.
Gedenkstätten-Leiter Jens Nagel weist den Vorwurf zurück.

© Sebastian Schultz

Eine Ausstellung mit Schülerarbeiten ist in einem Fernsehbeitrag heftig kritisiert worden.
Eine Ausstellung mit Schülerarbeiten ist in einem Fernsehbeitrag heftig kritisiert worden.

© Quelle: TVM

Die Kritik bezieht sich auf ein Plakat über den Waldfriedhof Zeithain, auf dem unter anderem die Reichsflagge zu sehen ist.
Die Kritik bezieht sich auf ein Plakat über den Waldfriedhof Zeithain, auf dem unter anderem die Reichsflagge zu sehen ist.

© Quelle: TVM

Zeithain. Der Vorstandsvorsitzende von Meißen TV, Ullrich E. Brumm, hat in einem Fernsehbeitrag die Ausstellung von Schülerarbeiten während einer Gesprächsrunde mit ehemaligen sowjetischen Häftlingen kritisiert. Dabei bezieht er sich auf ein Plakat über den Waldfriedhof Zeithain, auf dem unter anderem die Reichsflagge zu sehen ist. Brumm kommentiert wörtlich, dass „eine offen den Krieg und den Faschismus verherrlichende Tafel unter Verwendung von SS-Runen, Heldentodverherrlichung und Reichskriegsflagge“ präsentiert werde. Das Plakat diskreditiere die Arbeit der Stiftung und aller um Forschung, Aufklärung und Versöhnung Bemühter.

Die Ausstellung mit Schülerarbeiten aus dem Jahr 2017 war vorigen Donnerstag im Zeithainer Gemeindehaus zu sehen, wo eine Gesprächsrunde zwischen einer russischen Delegation und Schülern vom BSZ für Technik und Wirtschaft Riesa stattfand. Die Schulleitung will die Vorwürfe prüfen, so BSZ-Leiter Michael Hampsch. Der Zeithainer Gedenkstätten-Leiter Jens Nagel weist indes den Vorwurf zurück, ein den Nationalsozialismus verherrlichendes Plakat gezeigt zu haben. SS-Runen seien nicht zu sehen. Auch er sieht allerdings die Bildsprache des Plakats, vor allem die Verwendung von Zeichnungen mit Wehrmachtssoldaten in Heldenposen, kritisch. Für ihn sei das ein Beispiel für die unkritische Übernahme von Bildern und Texten. (SZ)

Hier sehen Sie den Beitrag von Meißen TV.